15+3=18 oder die hohe Mathematik der Karenz

Ich bin ein 18er, oder besser ein 15+3er. Jeder, der sich mit der neuen Karenzregelung in Österreich schon einmal auseinandergesetzt hat, weiß, wovon ich spreche. Oder Kinderbetreuungsgeld NEU, wie es so schön kreativ heißt (nicht zu verwechseln mit dem Kindergeld oder der Familienbeihilfe, als Deutscher in Österreich hatte ich mit der Unterscheidung da echt oft Probleme :-) . In dieser Variante haben meine Frau und ich, da wir uns in der Betreuung von Kaspar abwechseln, also insgesamt 18 Monate Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. 26,60 Euro am Tag gibt es dabei. Da geht sich schon ein Schnitzerl aus…. :-) Insbesondere, was die Anreize für Väter und Karenz betrifft, ist die neue Regelung durchaus ein Schritt nach vorne. Ich jedenfalls kann mit der jetzigen “Karenz-Mathematik” in Österreich gut leben. Und auch wenn das Finanzielle immer eine gewisse Rolle spielt: Letztendlich, und davon bin ich fest überzeugt, liegt die Entscheidung, ob ein Mann in Ganzzeit-Väterkarenz geht, an der Person selbst, an der Einstellung, am Charakter, an der Bereitschaft, die Erzieher-Rolle zu Hause voll einzunehmen. Wenn das nicht gegeben ist, bringt auch die höchste Mathematik-Kunst die falschen Resultate.

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