Diese Frage stell ich mir oft. Insbesondere, wenn ich an Spielzeugläden und Babygeschäften vorbeikomme. Was dort alles angepriesen wird, ist ja fast schon irrational. Für jeden einzelnen Zeh des Kindes scheint’s ein eigenes “Nupsi” zu geben (Nupsi, das; -s: unnütze, kleine Gimmicks, die der Mensch nicht braucht, die einen aber irgendwie glücklich machen, eigene Definition, und wie ich grade rausgefunden haben, gibt’s den Begriff tatsächlich schon auf Wikipedia). Ich frag mich, wer das alles kaufen soll? Und dann komm ich von der Arbeit heim und sehe, mit was sich Kaspar so vergnügt: Bettdecken, knisternde Plastikverpackungen, Teigschaber, Magazine, Löffel – im Grunde schiebt er gerade so ziemlich alles in den Mund, was ihm vor die Finger kommt. Der “Weltentdecker” unterwegs. Es scheint überhaupt nicht so, als ob ihm große Spielcenter, düdelnde Musikwürfel oder ähnliches abgeht. Oder ist er einfach nur noch zu jung? Kommt der Wunsch nach Animation im großen Stil noch? Oder sind die ganzen Kindergeräte wirklich alle “pädagogisch wertvoll” und wir enthalten sie Kaspar einfach nur vor?
20. Mai 2008 um 17:05 |
Babies mögen in dem Alter alles gerne, womit sich ihre Eltern beschäftigen. Also aufpassen mit Bierflaschen, Fernbedienung und Fantröte. Disney und Co gefällt meist dem Käufer besser, als dem Kind.
21. Mai 2008 um 18:05 |
Das stimmt wohl, der Greifreflex von Kaspar ist wirklich sehr ausgeprägt. Vielleicht ist wirklich der Zeitfaktor eine wichtige Größe. Denn für Babyrasseln & Co. ist mein Interesse als Käufer wirklich noch nicht sehr groß, während ich mir durchaus vorstellen kann, bei Modelleisenbahn, ferngesteuerten Autos oder Fussbällen doch das ein oder andere Mal schwach zu werden…:-)
24. Mai 2008 um 19:05 |
Hallo,
vor allem braucht er die Möglichkeit des Entdeckens
Der Industriekram hilft da wenig!
Wenn Du die Möglichkeit hast, dann richte ihm eine “Kissenecke” ein. Da stehen sie alle drauf. Und was die kleinen richtig in Rausch versetzt sind alle möglichen Gegenstände die variierende Geräusche machen. Das lieben sie alle.
Gerade bei Produkten für den Nachwuchs solltet ihr darauf achten ob da irgendwo drauf steht, dass die Sachen „Babyspeichelsicher“ sind (oder so ähnlich). Die Kleinen knabbern halt gern auf allem möglichen herum. Da muss man mittlerweile echt aufpassen bei den vielen Importen aus „weiss der Geier wo“!
Richtig tolle Sachen gibt es übrigens von NUK (Schleichwerbung…). Wir haben wirklich gute Erfahrungen mit deren „Knabberzahnbürsten“ gemacht -Die mit dem Kranz, damit sie sich die Dinger nicht zu tief in den Hals schieben-.
Gruß
26. Mai 2008 um 18:05 |
Herzlichen Dank für die coolen Tipps, an eine Kissenecke haben wir schon gedacht. Die alte Couch haben wir schon einmal verabschiedet – und damit bin ich jetzt wohl restlich von diesem Plan überzeugt. Die Karenz naht, dann werden wir das “Projekt” mal zur EM gscheit angehen. Diese kleinen Knautschteile, die wir haben, reichen dafür sicher nie…
27. Mai 2008 um 00:05 |
Sieh zu das Du die großen flauschiegen Kissen bekommst
Ach, und bring an der Wand wenn möglich ein paar Haken an, damit Du Decken spannen kannst, auch Höhlen sind sehr attraktiv (Rückzugsräume).
Wenn dein Kleiner ein wenig älter wird und durch die Gegend rennt, dann kannst Du sein Herz mit einem Kartonhaus gewinnen. Ich hab mir damals ein paar große Kartons organisiert, diese mit Packetklebeband fixiert und dann aussen und innen mit weisser Klebefolie ausgeschlagen. Auf der Querseite eine Tür zum Aufklappen und Fenster nicht vergessen! Aber auch dort nicht die Beklebung vergessen. Das hat meiner Vorletzten schon deshalb sehr viel Spass bereitet, weil dies ihr Haus war und sie es nach Lust und Laune bemalen, bekritzeln und später mit Stickern bekleben konnte. Davon mal ganz abgesehen, hat dies unsere Wände geschohnt (Kinder lieben es Wände zu bemahlen, alle!)
Wenn Du magst kann ich dir ein Foto von unserer Variante als “Anschauungsmaterial” zumailen
Gruß