Gleich mal vorweg: Hier geht es nicht um Hollywood, Filmkritiken oder ähnlichem. Obwohl es wirklich “ganz großes Kino” ist, was Kaspar beim Essen abzieht. Filmreif. Ruhig geht es auf jeden Fall nicht zu. Action muss sein. Zu Hause sind Franzisca und ich schon ganz gut eingespielt: Während der eine mit Kaspar spielt und ihn unterhält, füllt der andere den Löffel und füttert. Dass das nicht wirklich fleckenfrei abläuft, kann man sich ja vorstellen. Danach holen wir dann auch den Sandstrahler raus und pusten den Hochstuhl mal ordentlich ab.
Wer um diese Fütterspannung weiß, kann sich vorstellen, dass sich die Fütteraktion umso schwieriger gestaltet, je mehr wir unterwegs sind. Fläschchen gehören nicht zu den bevorzugten Zuführmethoden von Kaspar. Und da mir die Natur keine fünf Arme vergönnt hat, muss das “Kino” zu Kaspar kommen.
Trick 1: Essen im Kinderwagen an der Straße. Für Brei-Feinschmecker sicher nicht das Wahre, aber wenn die Autos vorbeibrausen, lenkt das schon prima ab. Wahlweise kann es auch eine Fussgängerzone sein, hauptsache es wuselt.
Trick 2: Essen in Etappen. Statt die Gläschen in einem wegzulöffeln, wird zwischendrin einfach mal wieder der Löffel gefüllt und eingeschoben. Klappt auch ganz gut, wenn man die dazu notwendige Geduld mitbringt.
Trick 3: Sich beim Ausflug nicht weit vom Haus entfernen. Im Notfall einfach umdrehen und zu Hause füttern. Nicht zu empfehlen, aber gerade in der ersten “Ess-Lernphase” für den Hinterkopf eine gute Beruhigung.
Aber egal, wie viel Action Kaspar braucht: Letztlich findet das Essen den Weg in seine “Fressluke”. Wenn man sieht, was er so wegputzt, ist dieses Wörtchen sicherlich treffend gewählt. Aber es sei ihm vergönnt: Im Gegensatz zu uns wird er die Speckpölsterchen durch einfaches Wachsen wieder los.