Wie stark ein Papa informiert sein sollte über Kinder und Erziehung habe ich mich schon früher gefragt. Auch vor der Geburt muss man sich mit er kommenden neuen Situation erst mal auseinandersetzen. Und natürlich über die Geburt ebenfalls. Was liegt da näher, als zu einem Geburtsvorbereitungskurs zu gehen. Ein MUSS für jeden angehenden Vater – allerdings nur, um sagen zu können, das gemacht zu haben. Ich nehme es vorweg: Was mir der Kurs vor allem gebracht hat, war die Erkenntnis, dass es auch andere Väter gibt, die sich genauso wenig auskennen wie ich. Und das man die Geburt und alles drumrum nehmen muss, wie es kommt.
Doch zum Anfang: Antworten und Lösungen – das wollte ich haben. Konkrete Antworten und konkrete Lösungen, wie eine Geburt abläuft, wie man sich vorbereitet, was man vor Ort tun kann, was am Besten ist undundund. Bekommen habe ich dabei meist ein: “Das lässt sich so nicht beantworten, das kann so sein oder so, das ist von Baby zu Baby unterschiedlich.” Das mag ja durchaus stimmen, aber das ist halt einfach nicht die Antwort gewesen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt gewünscht hätte. Gewünscht, und da waren “wir Männer des Kurses” uns einig, hätten wir uns einen Lösungsbaum, der aufzeigt, was wir als Väter machen können und sollen, wenn derjenige oder ein anderer Fall bei der Geburt eintritt. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet…zumindest den be- und gefürchteten Fencheltee gab es aber…
Was haben Franzisca und ich nicht alles vorbereitet, was nicht alles geplant nach dem Kurs, was haben wir uns nicht alles vorgestellt, wie die Geburt ablaufen soll. Und dann kam doch alles ganz anders…Kaspar ist halt Kaspar, und Kaspar macht das schon. Bei der Geburt wie auch heute noch.