Alles ist News

By Stefan

Was gibt’s News? Das fragen wir uns immer wieder – und sicherlich auch ein paar Leser dieses Blogs. Als ehemalige Journalistik-Studenten und Kommunikationsarbeiter war es für uns natürlich ein Muss, ins Newseum zu gehen. Das gibt es erst seit Kurzem – und umso aktueller, moderner und interaktiver ist es auch angelegt. Empfangen wird man von den Titelseiten der aktuellen Zeitungsausgaben aus allen Bundesstaaten der USA. Drinnen gibt’s das dann digital auch von den meisten Zeitungen aus der ganzen Welt (für Österreich waren von den VN über Standard, Kurier und Presse bis zur Kleinen fast alle vertreten, allein Krone und Österreich waren nicht zu finden… :-) ). Sonstige Highlights: Ein Teil der Antenne des Nordturms des World Trade Centers, eine aktuelle FBI-Sonderausstellung mit der Holzhütte, in der der Unabomber seine Anschäge geplant haben soll (hier – ähnlich der Hitler-Wachsfigur in Berlin – heiß diskutiert), ein 4D-Kino, Pulitzer-Preis-Foto-Galerie und viel amerikanische (!) Journalismus-Geschichte (der Kenner sucht aber vergeblich nach dem Aviso von Wolfenbüttel :-) ). Überall dazu auf Touchscreens Erklärungen und Hintergründe in Form von Text und Videos. Also wirklich ein tolles, modernes (Wickeltische auch in den Männertoiletten!!), noch wenig bekanntes Highlight in Washington, für den man fast den ganzen Tag einplanen kann. Wir waren gleich zweimal dort, um alles zu sehen, unterbrochen nur durch die Liftfahrt auf das Washington Monument. Das Newseum kostet zwar 20-Dollar-Eintritt, was für Washington ungewohnt ist, da sonst fast alle Museen der Mall kostenlos sind, aber dafür kein Anstehen.

Anstehen gehört übrigens zu einer der wichtigsten Sportarten in Washington. Für Capitol und Washington Monument heißt es früh da sein, um ein Ticket für den Tag zu ergattern. Meist ist das Anstehen aber ganz lustig. Kaspar ist der Türöffner für jegliche Kommunikation – und das kommt unserem Englisch sehr zu Gute.

Apropos Kaspar: Eigentlich war das Blog ja als Karenz-Erfahrungs-Gschichterl angedacht. Aufgrund der vielen Erlebnisse derzeit ist das ein wenig in den Hintergrund gerutscht. Kaspar geht’s prima. Er hat zwar einen Tag länger als wir in Sachen Jetlag gebraucht, jetzt aber hat er seinen Heimattrott intus. Und er entdeckt dank Krabbeln und Robben die Mobilität immer mehr. Kinderwagenfahren wird langsam langweilig – es sei denn, Harleys und dicke Trucks sorgen für Abwechslung. Für uns heißt das derzeit: Viele Pausen und immer wieder Tragen – bei einem solch kleinen “Speckmops” wie ihm gar nicht mehr so einfach…

Fotos hier.

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