Es war nicht immer leicht. Als Kaspar kam, gab es für Franzisca und mich einen neuen Lebensmittelpunkt. Klarerweise hat die Zweisamkeit darunter gelitten. Prinzipiell kein Thema, aber hin und wieder haben wir uns schon gewünscht, einmal was ohne Kaspar zu unternehmen – insbesondere nachdem Kaspar von der geliebten Brust auf feste Nahrung gewechselt hat und die Babysitter-Zeit angebrochen war. Da wäre es manchmal gut und einfacher gewesen, die Familie, die Omas und Opas in der Nähe zu haben. Aber was nicht ist, ist halt nicht.
Zweisamkeit zu bewahren und die schönen Momente, die es vor dem Leben mit Kind gab, auch in der Zeit mit einem Kind zu erleben, ist ein extrem wichtiger Punkt. Manche Paare – so weiß ich aus Gesprächen – lösen dies mit fest institutionalisierten „Paartagen“, Abende, die fest füreinander reserviert sind, manche konzentrieren sich aufs Wochenende. Wir planen die Zweisamkeit nicht. Wir machen uns die Momente zu zweit, wie sie kommen, schön – sei es bei gemütlichen Abenden zu Hause, wenn Kaspar schläft, sei es bei Babysitter-Abenden oder bei Besuchen von Freunden und Bekannten. Und wir leben gut damit. Denn die schönen Momente zu dritt sind für uns irgendwie auch eine Art schöner Momente zu zweit.