Getaggte Beiträge ‘Familie’
30. Juni 2008
Der Papamonat kommt in Österreich. Ich trau mich das jetzt einfach mal so zu sagen, den die Pro-Stimmen mehren, mehren, mehren und mehren sich. Auch ich zähle mich zu den großen Verfechtern dieses Modells. Gerade die ersten Tage und Monate sind im neuen Zusammenleben zu dritt Gold wert. Der Papamonat wird als Einstieg und “Schnupperlehrgang” für eine spätere Väterkarenz gesehen. Passt prima, schließlich gibts auch im Job, und nichts anderes ist auch die Kinderbetreuung, Probemonat(e). Doch so sehr ich auch die Väterkarenz propagiere, darf eines bei aller Diskussion um die neue, aktive Verantwortung der Väter bei der Kindererziehung nicht vergessen werden: Die Mütter.
Die Forderung liegt auf dem Tisch: Männer, bringt Euch zu Hause in der Kindererziehung ein, sei es Teilzeit oder Vollzeit wie bei mir. Aber will das die Frau eigentlich? Wie stark will sie sich in die Kindererziehung reinreden lassen? Und vor allem: Schafft sie es ohne weiteres, die über die Schwangerschaft und die ersten Monate aufgebaute emotionale Beziehung zum Kind so einfach “abzubrechen” und wieder arbeiten zu gehen? Aus eigener Erfahrung weiß ich: So richtig einfach ist das alles nicht. Diskussionen und schwermütige Momente sind vorprogrammiert. Jede Familie, jedes Paar sollte schauen, was für sie in der jeweiligen Situation - beruflich wie privat (insbesondere in der eigenen Zweierbeziehung) - das richtige ist. Aber ein großer Schritt ist es schon einmal, wenn in diesen Überlegungen Väterkarenz mitdiskutiert wird.
Schlagworte:Familie, Papamonat, Väterkarenz
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27. Mai 2008
Ferienwohnungen sind für Eltern mit Kindern ein Traum. Ein eigener Lebensraum, großartige Ausstattung für alle Baby- und Elternwünsche, keine Sorgen wegen Menschen, die sich wegen Babygeschreis und ähnlichem beschweren können - und vor allem ein Garten. Zumindest bei denjenigen Domizilen, die wir bei unseren letzten Reisen in den Spreewald und nach Lugano hatten. Allem Komfort, der Innenstadtnähe und den Infrastrukturanbindungen, also den Vorteilen unserer Wohnung in Wien zum Trotz - so ein Garten ist mit Kind ein Traum. Einfach mal raus in die Natur und in die Sonne ohne zuvor (gefühlt) den ganzen Babyhausrat einzupacken, frische Luft und Grillen (eh eine meiner heimlichen Leidenschaften), herrlich. Spätestens, wenn Kaspar wirklich mobil wird, darf’s ruhig etwas Grünes vor der eigenen Haustür geben. Bis dahin wird wohl noch einiges an Wasser die Donau runterfließen. Aber träumen muss erlaubt sein…
Schlagworte:Familie, Wien, Zuhause
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27. Mai 2008
Mit dem Durchschlafen ist es so eine Sache. Im Moment ist es so gut wie nicht existent. So alle 2-3 Stunden rührt sich Kaspar. Dabei war er im Urlaub eigentlich für seine Verhältnisse richtig gut unterwegs. Von 12:30 Uhr bis 6 Uhr war schon mal Ruhe drin. Lags an der Abgeschiedenheit des Häuschens im Urlaub im Vergleich zum doch lauten Wien? Lags an der leichten Erkältung, die Kaspar hatte? Lags jetzt wieder an den Zähnen, die sich wieder rühren? Lags am Hin-und-Her? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Dabei ist Durchschlafen bzw. das Nicht-Durchschlafen ja eher das Thema von Franzisca - zumindest im Moment noch. Faszinierend ist vor allem, welche Geräusche sie von Kaspar wahrnimmt. Sie steht praktisch schon in Hab-Acht-Stellung vor seinem Bett, während ich noch nicht mal ein Mucksen von ihm vernommen habe. In den ersten Wochen nach der Geburt war das noch anders. Da war ich auch immer mit wach. Da aber Stillen wahrlich nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört
und daher meine Hilfe nachts mehr oder weniger nicht gebraucht wurde, habe ich mir schnell angewöhnt, maximal kurz hochzuschrecken und dann sofort wieder einzuschlafen. An manchen Tagen habe ich sogar wirklich durchgeschlafen. Bin gespannt, wie es wird, wenn ich in Karenz bin und Franzisca arbeitet. Ob meine Ohren wohl wieder feinfühliger werden?
Schlagworte:Erlebnis, Familie, Franzisca, Kaspar
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26. Mai 2008
…liegt gerade hinter uns. Sind grade aus dem Flieger aus Berlin geklettert, aber bei dem, was wir erlebt haben, kann ich gar nicht anders, als gleich zu bloggen. Eigentlich wollten wir mit dem gesamten Weder-Trupp “nur” unsere besten Freunde, Uli, Tobias und deren “Kleine” Luka, besuchen. Und was passierte? Eine Überraschung jagte die nächste. Am Flughafen wartete auf uns ein “Riesen-Kindermobil“, ein Leihwagen XXL. Schließlich mussten sechs Leute inkl. Koffer, Kinderwagen und Proviant verstaut werden. Proviant? Ja, wir wurden entführt - in den Spreewald in die Nähe von Cottbus. Ein kleines Ferienhäuschen mitten im Grünen, mit Grillplatz und allem drum und dran war für drei Tage unser Feriendomizil. Echt Wahnsinn, super Haus, voll erholsame, schöne Gegend (müssen da unbedingt nochmal zum Kahnfahren hin), Platz für Spreewälder Spezialitäten wie Plinse, Fassbrause und Gurken und einfach genug Zeit für eine gute Zeit. Da wars auch nicht tragisch, dass wir auf der Heimfahrt beim Gurkenmuseum in Lehden tierisch über den “touristischen Tisch” gezogen wurden. Sorry, kanns echt nicht anders sagen, hatten uns ehrlich drauf gefreut und sind extra dafür hingefahren. Was dann aber gezeigt wurde, war einfach nur enttäuschend: Lieblos zusammengestellte Exponate aus grauer Vorzeit, Gurken waren nur am Rande Thema und vier Euro für den Parkplatz wirklicher Nepp. Da wunderts mich auch ned, wenn unter www.gurken-museum.de so gut wie nichts zum Gurkenmuseum geschrieben steht bzw. man suchen muss, um überhaupt ein Wort drüber zu finden. Anyway, Tobuli: Danke nochmal von hier, Ihr seid einfach großartig!!!
Schlagworte:Erlebnis, Familie, Freunde, Mobilität, Reisen
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15. Mai 2008
Es rührt sich was in Österreich: Vor Kurzem wurde das Österreichische Familiennetzwerk “geboren”. “Persönlichkeiten und Institutionen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen” - so ist zu lesen - haben sich zusammengeschlossen, darunter Familienverbände, Pfarren, christliche Vereine und zahlreiche Einzelpersonen. Ein Auszug aus dem Selbstverständnis wie den Grundsätzen:
“Das Familiennetzwerk stellt die entwicklungspsychologisch begründeten Bedürfnisse der Kinder und Gerechtigkeit für deren Eltern in der Solidarität der Generationen in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Es geht uns um die Stärkung der Freiheit und Handlungskompetenz der Familien.”
Prima Ansatz, ich wünsche viel Gehör, alles Gute…und auch gerne das ein oder andere Väter-Thema.
Schlagworte:Familie, Service
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15. Mai 2008
Habe gerade auf dem Väterblog gelesen, das heute der Internationale Tag der Familie ist. “Fathers and Families: Responsibilites and Challenges” - so lautet das offizielle Motto in diesem Jahr. Großmundig die Ankündigungen: Die Welt ändert sich, Väter werden immer wichtiger in der Erziehung, eine väterfreundliche Umwelt soll geschaffen werden, das Thema muss in den Fokus rücken etc. Als Beispiel wird auch der 2007er World Population Day angeführt, wo das Thema “Man at Work” behandelt wurde. Alles schön und gut, die Richtung stimmt auf jeden Fall. Allein die (Web-)Realität zeigt ein anderes Bild: die UN-Familien-Website bietet ein eher trauriges Bild. Schaut mit ihrer lieblosen Uralt-Info nicht so aus, als ob die Familie und auch insbesondere Väter wirklich im Mittelpunkt stehen. Und in Österreich wird der heutige Tag zwar aufgegriffen, zum Schwerpunktthema Väter jedoch ist kaum etwas zu finden, auch nicht beim Ministerium. Schade eigentlich.
BTW: Ich find es absolute Klasse, welche Informationen Hans-Georg Nelles, der den Väter-Blog macht, immer wieder zum Thema ausgräbt. Kann ich allen Interessierten nur wärmstens ans Herz legen.
Schlagworte:Familie, Service
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11. Mai 2008
Muttertag - welcher Tag würde besser geeignet sein, um an dieser Stelle jemanden vorzustellen, ohne den die ganze Karenzgschicht für mich überhaupt nicht möglich wäre: Mein Frau Franzisca. Oder besser Ass. Dipl.-Journ. Dr. Franzisca Weder. Meine große Liebe lehrt an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft. Spannend: Was sie theoretisch in Sachen Kommunikation überlegt, zerlege ich mit meinem Wissen aus der PR-Praxis, heiße Diskussionen inklusive.
Was im Studium zwischen uns als typische Studentenliebe begann, dauert nun schon lange an: Seit fast 10 Jahren begleitet sie mich durchs Leben. Verheiratet sind wir seid 2006, 9.9. natürlich, damit ich mir den Ehrentag auch wirklich merken kann. Eine richtige kleine Familie wurden wir dann mit Kaspar, der im November 2007 zur Welt kam. Wenn man das Blogschreiben als “Buch” wertet, dann fehlt mir zu meinen persönlichen vier Dingen, die man dem Volksmund nach im Leben als Mann gemacht haben muss (”Haus bauen, Baum pflanzen, Sohn zeugen, Buch schreiben”), nur mehr das Haus…. 
Schlagworte:Kaspar, Franzisca, Familie
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