Getaggte Beiträge ‘Kinderbetreuungsgeld’

FORMATfüllend

29. Juni 2008

Wieder sind - gemäß Andy Warhols Zitat - 5 Minuten meiner und Kaspars “15 Minuten Ruhm im Leben” rum :-) : Für einen Überblicksartikel zum Thema “Väterkarenz, Papamonat usw.” mit dem Titel “Die Vaterfreuden” wurde ich vom österreichischen Wirtschafts- und Finanzmagazin FORMAT neben anderen Karenzvätern interviewt, Kaspar und ich zudem noch geknipst. Jetzt strahlen wir auf Seite 20 der Menschheit entgegen. Und was mich besonders freut: Mein Blog hat’s ebenfalls in die Geschichte geschafft, gleich im zweiten Absatz:

“Andere gehen die Elternzeit geplanter an: “Heute ist der Tag, an dem mein neuer Lebensabschnitt beginnt”, bloggte PR-Berater Stefan Weder am 1. Juni. Vor knapp vier Wochen hat sich der 31-jährige für dei kommenden acht Monate von Hochegger PR verabschiedet. Der Grund dafür heißt Kaspar und ist siebeneinhalb Monate alt.”

Na, wenn das kein Ansporn ist, weiter zu bloggen…

Kinderbetreuungsgeld: ich kriegs

20. Juni 2008

Mann’o'Mann, diesmal kann’s der Titel meines Blogs gar nicht besser treffen. Letzte Woche habe ich endlich, endlich, endlich meine Bestätigung der Krankenkasse auf dem Tisch, dass alles durch ist und das Kindergeld bewilligt ist. Seit meinem Antrag sind Monate vergangen, ohne dass ich einmal schriftlich Meldung erhalten hätte in Form von “wird bearbeitet, passt alles” etc. Ob es wohl Probleme gab mit dem Thema “ein Mann, der in Karenz geht, wo gibt’s denn sowas”. :-) In Karenz zu gehen, ohne zu wissen, ob das Geld auch kommt, ist kein gutes Gefühl. Gut, es wäre bei uns schon gegangen, aber ich denke nur an weniger finanzstarke Familien, die wirklich auf das Geld angewiesen sind. Was müssen die dann zittern? Zur Ehrenrettung muss jedoch gesagt werden, dass die Damen und Herren am Telefon alle recht freundlich waren bei den Malen, wo wir sie gequält haben. Mündlich gabs das “passt schon” dann schon, aber wie war das noch einmal mit dem Spatz in der Hand…Egal, die letzte gedankliche Hürde ist gefallen.

Karenzmodell scheint sich zu bewähren

4. Juni 2008

In Österreich gibt es seit Anfang des Jahres ja ein neues Karenzmodell, das insbesondere Männer zu mehr Mitarbeit in der Kinderziehung bewegen soll. Die ersten Zahlen jedenfalls (Berichte hier und hier) scheinen die Intention zu stützen. Gerade bei der kurzen Karenzvariante, zu der auch ich gehöre, “springen” die Männer auf. Die Gesamtzahl der karenzierten Männer scheint jedoch immer noch gering zu sein. Ich bin übrigens 15+3, wobei die Flexibilität uns und meine 8 Monate Väterkarenz eigentlich zu einem 7+8 macht.

15+3=18 oder die hohe Mathematik der Karenz

9. Mai 2008

Ich bin ein 18er, oder besser ein 15+3er. Jeder, der sich mit der neuen Karenzregelung in Österreich schon einmal auseinandergesetzt hat, weiß, wovon ich spreche. Oder Kinderbetreuungsgeld NEU, wie es so schön kreativ heißt (nicht zu verwechseln mit dem Kindergeld oder der Familienbeihilfe, als Deutscher in Österreich hatte ich mit der Unterscheidung da echt oft Probleme :-) . In dieser Variante haben meine Frau und ich, da wir uns in der Betreuung von Kaspar abwechseln, also insgesamt 18 Monate Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld. 26,60 Euro am Tag gibt es dabei. Da geht sich schon ein Schnitzerl aus…. :-) Insbesondere, was die Anreize für Väter und Karenz betrifft, ist die neue Regelung durchaus ein Schritt nach vorne. Ich jedenfalls kann mit der jetzigen “Karenz-Mathematik” in Österreich gut leben. Und auch wenn das Finanzielle immer eine gewisse Rolle spielt: Letztendlich, und davon bin ich fest überzeugt, liegt die Entscheidung, ob ein Mann in Ganzzeit-Väterkarenz geht, an der Person selbst, an der Einstellung, am Charakter, an der Bereitschaft, die Erzieher-Rolle zu Hause voll einzunehmen. Wenn das nicht gegeben ist, bringt auch die höchste Mathematik-Kunst die falschen Resultate.