Getaggte Beiträge ‘Service’

Herr Hipp und seine Kollegen

15. Juli 2008

Manchmal sind Entscheidungen schwer. So beispielsweise vor dem Gläschenregal im Supermarkt. Was es da alles gibt. Da rennt mir ja selbst das Wasser im Mund zusammen - naja, wenn es nicht püriert wäre, denn auch beim Gläschen isst das Auge mit, meines zumindest. :-) Katzenfreunde werden vermutlich wissen, was ich meine, denn diese Regale sind wohl ähnlich gut sortiert: Bio-Rind mit Kartoffeln und Karottengemüse, Pastinaken (scheinbar das neue Baby-Modegemüse) mit HInz und Kunz, Spagetti Bolognese, Früchtchen in allerlei Variationen undundund. Wäre ich Kaspar und liebte ich Püriertes, würde ich mich durch dieses Regal gerne mal durchkosten.

Ich bin es aber nicht. Und deshalb gibt es von Hr. Hipp, Fr. Alete und was sonst noch so greifbar ist, fast immer das gleiche für den werten Herren Kaspar. Warum? Das frag ich mich auch manchmal. Aber es soll die Meinung vorherrschen (und auch Franzisca steht größtenteils dahinter), dass die Kinderchen doch langsam an verschiedene Geschmäcker heranzuführen seien. Wenn Kaspar wüßte, was ihm dadurch entgeht…

Da auch die Portionen von Ma(h)l zu Ma(h)l größer werden und Gläschen rund 1,20 Euro pro Stück doch ins Gewicht fallen, sind wir vor kurzem dazu übergegangen, selbst mal was zu Kochen. Kartoffeln + Gemüse. Vorteil: der Preis. Nachteil: Aufwand und Menge, die eingefroren werden sollte, da sie sonst nicht allzu lang im Kühlschrank hält. Ob Gläschen oder selbstgemacht, ich weiß nur eins: Wenn Kaspar Hunger verspürt, dann isst er. Und das reichlich und mit viel Spaß.

Nehmen, wie es kommt…

10. Juli 2008

Wie stark ein Papa informiert sein sollte über Kinder und Erziehung habe ich mich schon früher gefragt. Auch vor der Geburt muss man sich mit er kommenden neuen Situation erst mal auseinandersetzen. Und natürlich über die Geburt ebenfalls. Was liegt da näher, als zu einem Geburtsvorbereitungskurs zu gehen. Ein MUSS für jeden angehenden Vater - allerdings nur, um sagen zu können, das gemacht zu haben. Ich nehme es vorweg: Was mir der Kurs vor allem gebracht hat, war die Erkenntnis, dass es auch andere Väter gibt, die sich genauso wenig auskennen wie ich. Und das man die Geburt und alles drumrum nehmen muss, wie es kommt.

Doch zum Anfang: Antworten und Lösungen - das wollte ich haben. Konkrete Antworten und konkrete Lösungen, wie eine Geburt abläuft, wie man sich vorbereitet, was man vor Ort tun kann, was am Besten ist undundund. Bekommen habe ich dabei meist ein: “Das lässt sich so nicht beantworten, das kann so sein oder so, das ist von Baby zu Baby unterschiedlich.” Das mag ja durchaus stimmen, aber das ist halt einfach nicht die Antwort gewesen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt gewünscht hätte. Gewünscht, und da waren “wir Männer des Kurses” uns einig, hätten wir uns einen Lösungsbaum, der aufzeigt, was wir als Väter machen können und sollen, wenn derjenige oder ein anderer Fall bei der Geburt eintritt. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet…zumindest den be- und gefürchteten Fencheltee gab es aber… :-)

Was haben Franzisca und ich nicht alles vorbereitet, was nicht alles geplant nach dem Kurs, was haben wir uns nicht alles vorgestellt, wie die Geburt ablaufen soll. Und dann kam doch alles ganz anders…Kaspar ist halt Kaspar, und Kaspar macht das schon. Bei der Geburt wie auch heute noch.

Wie viel Info braucht ein Papa?

6. Juli 2008

Information ist alles. Und man muss ich doch auskennen im Leben, oder? Und insbesondere in der Kindererziehung, ist doch klar. Naja, für mich ist das nicht so klar. Denn die Frage, die ich mir stelle: Wie viel Info brauche ich wirklich, damit Kaspar ohne Sorgen wächst und gedeiht? Literatur gibt es ja Unmengen - und genau da ist der Hund begraben. Vier Bücher vertreten fünf Meinungen über “How to erziehen Kinder”. Und was ist davon nun die Richtige?

Ein Schlüsselerlebnis für uns ab es schon in den ersten Wochen nach der Geburt. Damals haben Franzisca und ich noch genau gelesen - bis zur Seite mit den Kinderkrankheiten. Hat ihr Kind diese und diese Symptome, dann könnte das dies und dies sein. Bitte konsultieren sie ihren Arzt des Vertrauens. Ein Vergleich mit Kaspar - und plötzlich hatte der gute Knabe alle erdenklichen Krankheiten. Gefühlt zumindest. Da wirst Du als Eltern echt irr. Seit damals jedenfalls haben wir das Lesen von Ratgeberbüchern weitestgehend eingestellt. Sooo schlecht schaut Kaspar ned aus, dass man denken könnte, wir machen was falsch. :-) Und es ist ja nicht so, dass man gar nichts mitkriegt: Infos und Austausch hat man ja trotzdem noch reichlich in den vielen Gesprächen mit FreundInnen und Menschen, die in der gleichen Situation sind wie wir.

Was denkt Ihr, was ein Papa wissen sollte? Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Ganz großes Kino: Die Kunst des Fütterns

1. Juli 2008

Fütteraktion mit AktionGleich mal vorweg: Hier geht es nicht um Hollywood, Filmkritiken oder ähnlichem. Obwohl es wirklich “ganz großes Kino” ist, was Kaspar beim Essen abzieht. Filmreif. Ruhig geht es auf jeden Fall nicht zu. Action muss sein. Zu Hause sind Franzisca und ich schon ganz gut eingespielt: Während der eine mit Kaspar spielt und ihn unterhält, füllt der andere den Löffel und füttert. Dass das nicht wirklich fleckenfrei abläuft, kann man sich ja vorstellen. Danach holen wir dann auch den Sandstrahler raus und pusten den Hochstuhl mal ordentlich ab. :-)

Wer um diese Fütterspannung weiß, kann sich vorstellen, dass sich die Fütteraktion umso schwieriger gestaltet, je mehr wir unterwegs sind. Fläschchen gehören nicht zu den bevorzugten Zuführmethoden von Kaspar. Und da mir die Natur keine fünf Arme vergönnt hat, muss das “Kino” zu Kaspar kommen.

Trick 1: Essen im Kinderwagen an der Straße. Für Brei-Feinschmecker sicher nicht das Wahre, aber wenn die Autos vorbeibrausen, lenkt das schon prima ab. Wahlweise kann es auch eine Fussgängerzone sein, hauptsache es wuselt.

Trick 2: Essen in Etappen. Statt die Gläschen in einem wegzulöffeln, wird zwischendrin einfach mal wieder der Löffel gefüllt und eingeschoben. Klappt auch ganz gut, wenn man die dazu notwendige Geduld mitbringt.

Trick 3: Sich beim Ausflug nicht weit vom Haus entfernen. Im Notfall einfach umdrehen und zu Hause füttern. Nicht zu empfehlen, aber gerade in der ersten “Ess-Lernphase” für den Hinterkopf eine gute Beruhigung.

Aber egal, wie viel Action Kaspar braucht: Letztlich findet das Essen den Weg in seine “Fressluke”. Wenn man sieht, was er so wegputzt, ist dieses Wörtchen sicherlich treffend gewählt. Aber es sei ihm vergönnt: Im Gegensatz zu uns wird er die Speckpölsterchen durch einfaches Wachsen wieder los.

Fanzoning-Test (7) - Hanappi-Stadion

30. Juni 2008

Fanzoning HanappiMuchas felicidades, liebe Spanier! Auch wenn mein Herz noch ein wenig blutet, Ihr habt verdient gewonnen. Die EURO 2008 ist damit vorbei, beim Finale war natürlich noch einmal Public Viewing angesagt. Das Hanappi-Stadion, das extra geöffnet wurde, ist es geworden. Wir waren auf dem “heiligen Rasen” des SK Rapid.

Stimmung:
Finalgerecht gemütlich. Wirklich sehr entspannt auf dem Rasen (was auch bedeutet, dass nicht soooo viele da waren). Die Spanier waren in der Überzahl (auch dank der Spanier mit fließendem Wiener Akzent…) :-) Wenig Schlachtgesänge, dafür wurde die “Rapid-Viertelstunde” eingeklatscht. :-) - 3 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Leinwandgröße voll in Ordnung, leider lief das Bild oftmals nicht ruckelfrei. Ton im Stadion bestens. Die Stewards am Eingang waren übergenau (wahrscheinlich brauchten sie Beschäftigung), jedoch gelassen und nicht aufdränglich. Bier & Co. gut zugänglich, wobei ich mich frage, ob das nicht zu Chaos geführt hätte, wenn wirklich 20.000 Fans angerauscht wären (rund 3.000 sollens gewesen sein). - 3,5 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Absolut empfehlenswert. Krabbeln auf der Decke und viel Platz zum Spielen. Der Ton war zwar gut aufgedreht, Kaspar hat aber dennoch gut schlafen können. Zum Glück für Kaspar aber zum Pech für die Deutschen fiel in der zweiten Hälfte kein Tor mehr, so dass es keine Notwendigkeit für Jubelstürme gab. - 5 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Bei den Preisen habe ich beim Public Viewing schon einmal deutlich mehr ausgegeben, billig ist aber dennoch was anderes. Das Angebot war zwar überschaubar, dafür mit einer Döner-Bude durchaus mit einem abwechslungsreichen Highlight. - 4 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Cooles Familien-Picknick-Gefühl mit Fussball-Flair!

15,5 Kasparpunkte von 20, 3,875 Kasparpunkte im Schnitt

Fanzoning-Test (6) - MMKK Klagenfurt

29. Juni 2008

Fanzoning MMKK KlagenfurtKurz vor dem heutigen Finale (die Spannung steigt) muss ich den Fanzoning-Test mal auf den aktuellen Stand bringen. Die Halbfinals der EURO 2008 standen an und wir waren in Klagenfurt. Eh klar, dass da das Public Viewing weitergehen musste. Um die Fanzone am Neuen Markt und um den Lindwurm haben wir einen Bogen gemacht. Zu laut, dachten wir. Sah zwar gut gefüllt aus, aber das lag wohl daran, dass mit Biertischen aufgefüllt wurde. In Wien würde man da nicht weit kommen… Unser Weg jedenfalls führte ins Museum Moderner Kunst Kärnten, wo wir im Innenhof mit FreundInnen und ArbeitskollegInnen von Franzisca mit Erfolg für die Deutschen gegen die Türkei mitgefiebert haben.

Stimmung:
Das Ambiente im Innenhof war herrlich, leider blieben viele Tische leer (was auch an den übrigen Spieltagen der Fall gewesen sein dürfte, laut “Insiderwissen”). Daher auch wenig bis kaum Schlachtgesänge. Der überwiegende Fananteil war deutsch, was ein wenig Punkte wett macht. :-)  - 3 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Die Leinwand versprach mehr, doch in der Mitte des Bildes war ein Streifen, auf dem alles verschwommen dargestellt war. Das trübt das “Bild”. Ton und der Zugang zu Getränken und Toiletten war aufgrund des eher geringen Andrangs prima. Und für die Ausfälle des ORF-Bildes kann ja der Veranstalter nichts (wie lautet der Slogan des ORF: Am liebsten live. Da haben sie wohl recht, nämlich im Stadion!!) - 3 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Bei einem so bedeutenden Spiel war Kaspar natürlich dabei, unterhielt in der ersten Halbzeit eine gesamte Bankreihe (das Spiel lies es ja auch zu). Als er dann müde wurde, war es mit dem Einschlafen kein Problem, auch wenn er es sich etwas abseits gemütlich gemacht hat. Spannung, Spiel, Spass, da hat für ein Public Viewing wirklich alles gepasst - 5 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Bierpreise schön hoch, dafür frisch, lukullische Köstlichkeiten habe ich diesmal nicht getestet. - 3 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Für ein Public Viewing durchaus kindertauglich, allerdings auf Kosten der Stimmung!

14 Kasparpunkte von 20, 3,5 Kasparpunkte im Schnitt

Fanzoning-Test (5) - bei GuLy

28. Juni 2008

Fanzoning bei GuLyDie Deutschland-Party zur EURO 2008 will einfach nicht aufhören. Mal sehen, ob’s morgen auch noch was zu feiern gibt und der schwarz-rot-goldene Autokorso über den Ring (bzw. was von ihm dank der Fanzone übrig ist) rollt. Auf jeden Fall gab’s das Viertelfinale im Wohnzimmer von Lydia und Gunnar, von uns liebevoll kurz GuLy genannt. Ich weiß, ich hinke mit den Tests hinterher, sorry dafür.

Stimmung:
Fußballstimmung par excellence: Bis auf die wenigen Fans der Portugiesen (noch traurige Österreicher, gell Robert :-) ) war alles in deutsche Farben gehüllt, Wohnzimmer gut gefüllt, lauter “Ersatz-Jogis” mit übermegaschlauen Fussballsprüchen, sowie Fangesänge (danke für das Verständnis, liebe Nachbarn). Und natürlich der Fanmarsch durch die Thaliastraße nach dem Spiel nicht zu vergessen. Dafür ganz klar die Höchstwertung - 5 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Ton und Bild - was soll man da kritisieren bei einem neuen Flatscreen-TV, der extra zur EURO Einzug ins Guly-Wohnzimmer gehalten hat. Toiletten und Infrastruktur top, allein mein Klingeln wurde aufgrund der schon vor dem Spiel herrschenden Stimmung überhört. Und zum Bier holen musste man tatsächlich in die Küche (wo gibt’s denn sowas… :-) ), wodurch ich doch tatsächlich ein Tor verpasst habe (war wahrscheinlich einfach nur zu langsam….. :-) ) - 4 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Kaspar war aufgrund der späten Anstosszeit nicht dabei, gefallen hätts ihm sicher. Allerdings fürchte ich fast, dass es zum Schlafen zu laut gewesen wäre. - 4 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Prima, prima, prima, Nudelsalat mundete sehr. - 5 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Top-Wohnzimmer-Stimmung!

18 Kasparpunkte von 20, 4,5 Kasparpunkte im Schnitt

Kinderbetreuungsgeld: ich kriegs

20. Juni 2008

Mann’o'Mann, diesmal kann’s der Titel meines Blogs gar nicht besser treffen. Letzte Woche habe ich endlich, endlich, endlich meine Bestätigung der Krankenkasse auf dem Tisch, dass alles durch ist und das Kindergeld bewilligt ist. Seit meinem Antrag sind Monate vergangen, ohne dass ich einmal schriftlich Meldung erhalten hätte in Form von “wird bearbeitet, passt alles” etc. Ob es wohl Probleme gab mit dem Thema “ein Mann, der in Karenz geht, wo gibt’s denn sowas”. :-) In Karenz zu gehen, ohne zu wissen, ob das Geld auch kommt, ist kein gutes Gefühl. Gut, es wäre bei uns schon gegangen, aber ich denke nur an weniger finanzstarke Familien, die wirklich auf das Geld angewiesen sind. Was müssen die dann zittern? Zur Ehrenrettung muss jedoch gesagt werden, dass die Damen und Herren am Telefon alle recht freundlich waren bei den Malen, wo wir sie gequält haben. Mündlich gabs das “passt schon” dann schon, aber wie war das noch einmal mit dem Spatz in der Hand…Egal, die letzte gedankliche Hürde ist gefallen.

Hat gar nicht weh getan…

20. Juni 2008

An meinen eigenen, letzten Besuch beim Kinderarzt kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich kann mich generell schwer an solche Besuche erinnern, wahrscheinlich war ich einfach immer “bumperlgsund”. Letzte Woche wars dann aber wieder soweit: Ein Kinderarztbesuch stand an. Routineuntersuchung für Kaspar, Aufregung und Spannung für mich. Da es zeitlich wie so oft schon eng war, fiel das “Briefing” durch Franzisca eher spärlich aus. Irgendwas von ganz ausziehen und Impfung war die Rede. Was mich dort wohl erwartet? Wem es wohl mehr weh tut - Kaspar oder mir?

Zu allererst - überraschenderweise - eine Schwelle, die mit dem Kinderwagen erklommen werden musste. Kein Problem, schon 1000 Mal gemacht. Nur die Tür war zu schmal, also absetzen, zweiten Flügel auf und Kinderwagen durch. Danach wartete ein “Kinderwagenparkplatz” auf Kaspar und mich. Nettes Detail, hätte nur noch der Einparker gefehlt, der mir den Wagen abnimmt und mir eine Nummer in die Hand drückt.

Drinnen angekommen eine entspanntere Stimmung als vermutet. Ich war zwar der einzige Vater (Heiko, Hamburger auf Wien-Stippvisite, hat mich freundlicherweise als seelischer Beistand begleitet, ist aber noch kein Vater, soweit ich weiß :-) ), gefremdelt habe ich aber nicht, glaube ich. Nächste Überraschung: Keine Mütter, die sich über Kinderdetails austauschen, und vor allem keine Magazine. Cleverer Schachzug: Wahrscheinlich ist man eh schon voller Sorge, was der Nachwuchs so hat, da braucht man nicht noch Magazine, die einem erzählen, was es alles sein könnte. Und für Modetipps oder die neuesten Automodelle hat man in diesem Moment wohl auch keinen Kopf.

Der Schweiß lief mir dann doch ein wenig über den Rücken, als wir an der Reihe waren. Vorbereiten und ausziehen sollte ich Kaspar. Ausziehen, da war doch was!! Also, runter mit der Büx. Dass dabei aber “vorbereiten” im Vordergrund stand, hat mir keiner gesagt. Gut, dann Windel noch mal ran und ab zu den Fakten: 9,6 kg, 71 cm, Kaspar wohlgemerkt. Dann wieder warten. Bei der Kinderärztin drin freundliche Atmosphäre. Auf die ganzen Fragen zu Kaspars Gewohnheiten war ich jedoch nicht vorbereitet. Die Antworten schienen dennoch zu gefallen. Zuhörtest (meine Antworten), Hörtest (Kaspars Reaktion auf Rassel und Co.) und Abhörtest (durch die Ärztin) bestanden. Der Höhepunkt: das Impfen. Ich durfte Kaspar mit einem tollen Spielzeug ablenken, dann der Pieks in den Oberschenkel, ein kurzer Aufschrei, der sofort wieder vorüber war, als der Löwe aus seinem Versteck sprang (oder wars das Schaf, oder der Bär). Na bitte, das nächste Kapitel “Erfahrung” doch gar nicht so schlecht über die Bühne gebracht. Beim nächsten Mal wirds noch weniger weh tun…

Fanzoning-Test (4) - Schweizerhaus

18. Juni 2008

im SchweizerhausMannomann, die EM schlaucht. Jeden Tag Fussball fast bis Mitternacht, morgens kommt dann Kaspar so gegen 5, halb 6, und will die Ergebnisse geschildert bekommen. :-) Ein Grund, die Fanzonentests abzubrechen?? Nein, sicher nicht. Aber Kaspar wird wohl nun bei den Abendspielen eher nicht mehr dabei sein. Am Wochenende jedenfalls gabs noch einmal ein “Happening” mit ihm - im Schweizerhaus, dem mehr oder weniger einzigen Fleckchen Wien, dass ein Bayer wie ich unter dem Kürzel “Biergarten” auch wirklich durchgehen lässt. :-) (Falls ihr doch noch Biergärten kennt, die ich übersehen habe, bitte umgehend melden!!)

Stimmung:
Während man auf der “Fanwiese Schweizerhaus” nebendran aus dem Gähnen vor lauter leerer Strandliegen nicht rauskommt, herrschte im Schweizerhaus-Biergarten eine gute, wenn auch nicht ausufernde Stimmung. Fussballbegeisterte aller Herren Länder, aber nur teils in Nationalfarben. Dennoch: So macht Biergarten zur EM Spass. - 3 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Flache Bildschirme überall, durch die Aufteilung des Biergartens in die lauschigen “Bezirke” ist eine große, zentrale Leinwand einfach nicht möglich. Daher manchmal der Ball sehr klein. Ton aber in Ordnung. Toiletten biergartentypisch ohne Schlangen (auch wenn ich Klodamen per se nicht leiden kann, lass eh schon Geld beim Futtern, dann auch noch für danach zahlen??). Der Service war 1A. Keine langen Wartezeiten, top Reaktionszeit der Kellner. - 3,5 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Für Kaspar war’s wirklich in Ordnung. Nicht zu laut und trotz guter Auslastung Platz für den Kinderwagen am Platz. An Spielen während dem Spiel war für ihn eh nicht zu denken, Wickeln brauchte ich zum Glück nicht. - 4 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Wer das Schweizerhaus kennt, weiß um die Qualität der Speisen, allen voran der berühmt berüchtigten Stelzn. Die Preise sind für einen Biergarten im grünen Herzen Wiens moderat und für das, was auf den Tisch kommt, absolut in Ordnung. - 4 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Biergarten und Fussballstimmung - am Schweizerhaus führt in dieser Kombi kein Weg vorbei.

14,5 Kasparpunkte von 20, 3,625 Kasparpunkte im Schnitt