Getaggte Beiträge ‘Wien’

Fanzoning-Test (7) - Hanappi-Stadion

30. Juni 2008

Fanzoning HanappiMuchas felicidades, liebe Spanier! Auch wenn mein Herz noch ein wenig blutet, Ihr habt verdient gewonnen. Die EURO 2008 ist damit vorbei, beim Finale war natürlich noch einmal Public Viewing angesagt. Das Hanappi-Stadion, das extra geöffnet wurde, ist es geworden. Wir waren auf dem “heiligen Rasen” des SK Rapid.

Stimmung:
Finalgerecht gemütlich. Wirklich sehr entspannt auf dem Rasen (was auch bedeutet, dass nicht soooo viele da waren). Die Spanier waren in der Überzahl (auch dank der Spanier mit fließendem Wiener Akzent…) :-) Wenig Schlachtgesänge, dafür wurde die “Rapid-Viertelstunde” eingeklatscht. :-) - 3 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Leinwandgröße voll in Ordnung, leider lief das Bild oftmals nicht ruckelfrei. Ton im Stadion bestens. Die Stewards am Eingang waren übergenau (wahrscheinlich brauchten sie Beschäftigung), jedoch gelassen und nicht aufdränglich. Bier & Co. gut zugänglich, wobei ich mich frage, ob das nicht zu Chaos geführt hätte, wenn wirklich 20.000 Fans angerauscht wären (rund 3.000 sollens gewesen sein). - 3,5 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Absolut empfehlenswert. Krabbeln auf der Decke und viel Platz zum Spielen. Der Ton war zwar gut aufgedreht, Kaspar hat aber dennoch gut schlafen können. Zum Glück für Kaspar aber zum Pech für die Deutschen fiel in der zweiten Hälfte kein Tor mehr, so dass es keine Notwendigkeit für Jubelstürme gab. - 5 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Bei den Preisen habe ich beim Public Viewing schon einmal deutlich mehr ausgegeben, billig ist aber dennoch was anderes. Das Angebot war zwar überschaubar, dafür mit einer Döner-Bude durchaus mit einem abwechslungsreichen Highlight. - 4 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Cooles Familien-Picknick-Gefühl mit Fussball-Flair!

15,5 Kasparpunkte von 20, 3,875 Kasparpunkte im Schnitt

Fanzoning-Test (4) - Schweizerhaus

18. Juni 2008

im SchweizerhausMannomann, die EM schlaucht. Jeden Tag Fussball fast bis Mitternacht, morgens kommt dann Kaspar so gegen 5, halb 6, und will die Ergebnisse geschildert bekommen. :-) Ein Grund, die Fanzonentests abzubrechen?? Nein, sicher nicht. Aber Kaspar wird wohl nun bei den Abendspielen eher nicht mehr dabei sein. Am Wochenende jedenfalls gabs noch einmal ein “Happening” mit ihm - im Schweizerhaus, dem mehr oder weniger einzigen Fleckchen Wien, dass ein Bayer wie ich unter dem Kürzel “Biergarten” auch wirklich durchgehen lässt. :-) (Falls ihr doch noch Biergärten kennt, die ich übersehen habe, bitte umgehend melden!!)

Stimmung:
Während man auf der “Fanwiese Schweizerhaus” nebendran aus dem Gähnen vor lauter leerer Strandliegen nicht rauskommt, herrschte im Schweizerhaus-Biergarten eine gute, wenn auch nicht ausufernde Stimmung. Fussballbegeisterte aller Herren Länder, aber nur teils in Nationalfarben. Dennoch: So macht Biergarten zur EM Spass. - 3 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Flache Bildschirme überall, durch die Aufteilung des Biergartens in die lauschigen “Bezirke” ist eine große, zentrale Leinwand einfach nicht möglich. Daher manchmal der Ball sehr klein. Ton aber in Ordnung. Toiletten biergartentypisch ohne Schlangen (auch wenn ich Klodamen per se nicht leiden kann, lass eh schon Geld beim Futtern, dann auch noch für danach zahlen??). Der Service war 1A. Keine langen Wartezeiten, top Reaktionszeit der Kellner. - 3,5 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Für Kaspar war’s wirklich in Ordnung. Nicht zu laut und trotz guter Auslastung Platz für den Kinderwagen am Platz. An Spielen während dem Spiel war für ihn eh nicht zu denken, Wickeln brauchte ich zum Glück nicht. - 4 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Wer das Schweizerhaus kennt, weiß um die Qualität der Speisen, allen voran der berühmt berüchtigten Stelzn. Die Preise sind für einen Biergarten im grünen Herzen Wiens moderat und für das, was auf den Tisch kommt, absolut in Ordnung. - 4 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Biergarten und Fussballstimmung - am Schweizerhaus führt in dieser Kombi kein Weg vorbei.

14,5 Kasparpunkte von 20, 3,625 Kasparpunkte im Schnitt

Im Zoo

11. Juni 2008

Kaspar hat mich gestern in den Tiergarten Schönbrunn ausgeführt. Alles, was wuselt, gefällt ihm, allen voran die Zebramangusten. Elefanten, der neue “Star” Fu Long oder große Tiere, die nur rumstehen und wie Steine aussehen kriegt er noch nicht wirklich mit. Egal, wir hatten Spaß.

in Schönbrunn

Fanzoning-Test (3) - Wedersches Wohnzimmer

11. Juni 2008

Überraschung - das war im wahrsten Sinne des Wortes die kleine EURO-Party, die Franzisca zu meinem Geburtstag veranstaltet hatte. Und das war die erste große Bewährungsprobe für die Fanzone in den eigenen vier Wänden.

Stimmung:
Die Stimmung war ausgelassen und fröhlich, das Wohnzimmer voll, gute FreundInnen rundherum, was kann man sich da mehr wünschen. Einziges kleines Manko: Keine Fanverkleidungen, was jedoch wohl eher an den “fremden” Nationalmannschaften lag, die gespielt haben. Die Gesichtsmalfarben waren kurz davor, doch zum Einsatz zu kommen, dann gabs jedoch einen Rückzieher - 4,5 Kasparpunkte von 5

Leinwand, Technik & Co.:
Bei der Ausstattung des Wohnzimmers habe ich mich ja schon vor der EM ein wenig ins Zeug gelegt. Endlich kam bei den “Zuschauermassen” auch der zweite Fernseher richtig zur Geltung. Bier in Kühlschrank in Griffweite, Franzisca hat groß aufgetischt, kein Andrang bei der Toilette, keine Ordner, kein Gedränge - 5 Kasparpunkte von 5

Kinderfreundlichkeit:
Für Kaspar war’s ebenfalls eine Gaudi, auch wenn er von den Spielen selbst fast nichts mitbekommen hat. Eine Gaudi deshalb, weil er trotz gewissem Lärmpegel gut schlafen konnte und nicht gestört wurde. Wickel-, Spiel- und Stillinfrastruktur natürlich perfekt :-) - 5 Kasparpunkte von 5

Qualität und Preise:
Was soll ich sagen: Das Essen war einfach klasse, zwar nicht die Auswahl wie auf den Fanmeilen :-) , dafür um Welten schmackhafter. Und das Börserl hat für die Gäste natürlich auch nicht zum Einsatz kommen müssen - 5 Kasparpunkte von 5

FAZIT: Aller Fanzonen und Public Viewing Areas dieser Welt zum Trotz - in den eigenen vier Wänden ist es doch am Schönsten!

19,5 Kasparpunkte von 20, 4,875 Kasparpunkte im Schnitt, Europameisterlich

Disclaimer: Es kann durchaus sein, dass diese Wertung leicht persönlich gefärbt ist. Aber das ist nur eine Vermutung. :-)

Zwei Männer, eine EURO-Vorfreude

1. Juni 2008

Das Wohnzimmer ist EM-reif Die Stimmung und die Spannung auf die EURO 2008 steigt. In Wien kann man, selbst wenn man wollte, dem rot-weiß-roten Dauerfestival nicht entkommen. Wurst, ich freu mich eh schon drauf und werde wohl die eine oder andere Public Viewing Area mit Kaspar unsicher machen. Wer ein guter Fan sein will, der muss auch ein wenig Farbe bekennen. Die Infrastruktur in den eigenen vier Wänden jedenfalls ist meiner Meinund nach schon EM-reif: Die Couch flog aus dem Wohnzimmer raus, der Kühlschrank zog dafür ein, der coole, an der Wand zu montierende Flaschenöffner ist an seiner Stelle und die Flaggen sind gehisst. Der Fussballspaß kann also kommen.

Und auch für außerhalb der eigenen vier Wände sind Kaspar und ich versorgt: Die Wickeltasche wurde mit Druckknöpfen versehen, auf die die jeweilige Fahne des “Fanlandes des Tages” gehisst werden kann, mit eingepackt Kaspars, in weiß und schwarz gehaltener Fanbody “Europameister 2008 - schau mer mal” sowie Schminkfarben, zudem wurde ein Flaschen-/Dosenhalter am Kinderwagen befestigt….OK, ich gebs ja zu, man kann auch alles übertreiben, aber steckt nicht in allen von uns ein kleines Kind??? :-)

Oh, wie schön ist…..ein Garten

27. Mai 2008

Ferienwohnungen sind für Eltern mit Kindern ein Traum. Ein eigener Lebensraum, großartige Ausstattung für alle Baby- und Elternwünsche, keine Sorgen wegen Menschen, die sich wegen Babygeschreis und ähnlichem beschweren können - und vor allem ein Garten. Zumindest bei denjenigen Domizilen, die wir bei unseren letzten Reisen in den Spreewald und nach Lugano hatten. Allem Komfort, der Innenstadtnähe und den Infrastrukturanbindungen, also den Vorteilen unserer Wohnung in Wien zum Trotz - so ein Garten ist mit Kind ein Traum. Einfach mal raus in die Natur und in die Sonne ohne zuvor (gefühlt) den ganzen Babyhausrat einzupacken, frische Luft und Grillen (eh eine meiner heimlichen Leidenschaften), herrlich. Spätestens, wenn Kaspar wirklich mobil wird, darf’s ruhig etwas Grünes vor der eigenen Haustür geben. Bis dahin wird wohl noch einiges an Wasser die Donau runterfließen. Aber träumen muss erlaubt sein…

Frauen laufen, Männer schauen

19. Mai 2008

16.144 Teilnehmerinnen waren gestern beim Österreichischen Frauenlauf im Wiener Prater am Start. Ein neuer Rekord. Rekordverdächtig ist für mich auch Franzisca: 6 Monate nach der Geburt von Kaspar hat es sie schon wieder in den Beinen gejuckt. Und dann gleich mal 10 Kilometer. Platz 2407 in 1:12:49,9 ist es im Endklassement geworden, aber das war nur eine Nebensache. Gemeinsam mit unserer “Mutterfreundin” Tina aus dem Geburtsvorbereitungskurs war ihr der Spaß am Laufen richtig anzumerken, sowohl am Start als auch noch im Ziel. Der nächste Halbmarathon wird jedenfalls schon angepeilt (und wenn ich mir die Zeiten anschau, wo die beiden die zweiten 5 Kilometer noch deutlich zugelegt haben, scheint mir das durchaus plausibel :-) ).

Spaß hat es aber auch den Zuschauern gemacht, allen voran natürlich Kaspar und mir. “Bewaffnet” mit auffälligem, orangen Schirm und Kinderwagen haben wir fest angefeuert. Allein waren wir dabei nicht - insbesondere was die männliche Klientel am Seitenrand anging. Ein Kommentar aus den Zuschauermassen: “So viele Männer mit Kindern wie heute wird man wohl nicht wieder auf einem Haufen finden”. Da war wohl was dran….. :-)

Ein echter Held???

16. Mai 2008

Ich gehe in Väterkarenz, völlig und ganz. Soviel ist klar. Und das Feedback, dass ich bekomme, ist - wenn ich’s mir recht überlege - eigentlich nur positiv. Was ist los? Liegt’s an meinen aufgeschlossenen Freunden? Liegt’s an der weltoffenen Stadt Wien? Liegt’s daran, dass man solche Entscheidungen nicht negativiert bzw. mit seiner wahren Meinung im persönlichen Gespräch hinter dem Berg hält? Schöne neue Karenzwelt? Ich hätte bei meiner Entscheidung schon damit gerechnet, dass ich auf mehr Widerstand stosse. Ich warte ja irgendwie fast schon auf jemanden, der sagt, ob ich nicht einen an der Klatsche habe, Hausmann zu spielen, ob ich mir die Hosen ausziehen lasse zu Hause, warum ich meine “Karriere” damit aufs Spiel setze. Was denkt ihr? Ich jedenfalls fühle mich nicht als “Held”, nur weil ich in Karenz gehe. Und liebe männliche Karenz-Artgenossen, welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Würde mich echt mal interessieren…