Archive for Mai 2008

Nur noch 2 Tage…

29. Mai 2008

Wie die Zeit verfliegt. Mir kommt es vor, als ob ich mich gestern erst entschieden hätte, in Väterkarenz zu gehen. Und nun stehen nur noch 2 Arbeitstage an. Zeit, die letzten Projekte abzuschließen, Zeit, alles wichtige an meine Kolleginnen und Kollegen zu übergeben, Zeit, ciao zu sagen für die kommenden 8 Monate. Ist schon ein komisches Gefühl. Grade noch mittendrin statt nur dabei und bald jobtechnisch noch dabei, aber nicht mehr mittendrin? Im Moment ist es ein weinendes und ein lachendes Auge, mit dem ich um mich blicke – wahrscheinlich, weil es trotz aller Tipps und Hilfestellungen doch eine wahnsinnig spannende Zeit und eine große Herausforderung für mich werden wird. Doch wie sagt der deutsche Fussballkaiser Franz Beckenbauer so treffend: Schau mer mal…

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Kaspar und die Frauen

29. Mai 2008

Ob er das vom Papa hat? 🙂 Auf jeden Fall ist Kaspar schon ein richtig kleiner Frauenheld und hinter den weiblichen Spielgenossinnen nur so her, wie hier das Foto mit seiner Freundin Mara belegt.

Nein, Spaß beiseite, Kaspar reagiert wirklich stark auf andere Babies, gleich welchen Geschlechts. Er flippt förmlich aus, wenn er eines seiner Kameradinnen und Kameraden entdeckt (bei seinem Spiegelbild im Übrigen auch 🙂 ). Dann geht der Fuß aufgeregt auf und ab, aus dem Mund kommt ein lustiges Krächzen und das Lachen ist unmissverständlich. Einfach schön zu sehen, dass er die Welt und seine Umgebung wie ein Schwamm förmlich aufsaugt. Fremdeln jedenfalls ist für ihn ein absolutes Fremdwort…

Oh, wie schön ist…..ein Garten

27. Mai 2008

Ferienwohnungen sind für Eltern mit Kindern ein Traum. Ein eigener Lebensraum, großartige Ausstattung für alle Baby- und Elternwünsche, keine Sorgen wegen Menschen, die sich wegen Babygeschreis und ähnlichem beschweren können – und vor allem ein Garten. Zumindest bei denjenigen Domizilen, die wir bei unseren letzten Reisen in den Spreewald und nach Lugano hatten. Allem Komfort, der Innenstadtnähe und den Infrastrukturanbindungen, also den Vorteilen unserer Wohnung in Wien zum Trotz – so ein Garten ist mit Kind ein Traum. Einfach mal raus in die Natur und in die Sonne ohne zuvor (gefühlt) den ganzen Babyhausrat einzupacken, frische Luft und Grillen (eh eine meiner heimlichen Leidenschaften), herrlich. Spätestens, wenn Kaspar wirklich mobil wird, darf’s ruhig etwas Grünes vor der eigenen Haustür geben. Bis dahin wird wohl noch einiges an Wasser die Donau runterfließen. Aber träumen muss erlaubt sein…

Geräusche im Schlaf

27. Mai 2008

Mit dem Durchschlafen ist es so eine Sache. Im Moment ist es so gut wie nicht existent. So alle 2-3 Stunden rührt sich Kaspar. Dabei war er im Urlaub eigentlich für seine Verhältnisse richtig gut unterwegs. Von 12:30 Uhr bis 6 Uhr war schon mal Ruhe drin. Lags an der Abgeschiedenheit des Häuschens im Urlaub im Vergleich zum doch lauten Wien? Lags an der leichten Erkältung, die Kaspar hatte? Lags jetzt wieder an den Zähnen, die sich wieder rühren? Lags am Hin-und-Her? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Dabei ist Durchschlafen bzw. das Nicht-Durchschlafen ja eher das Thema von Franzisca – zumindest im Moment noch. Faszinierend ist vor allem, welche Geräusche sie von Kaspar wahrnimmt. Sie steht praktisch schon in Hab-Acht-Stellung vor seinem Bett, während ich noch nicht mal ein Mucksen von ihm vernommen habe. In den ersten Wochen nach der Geburt war das noch anders. Da war ich auch immer mit wach. Da aber Stillen wahrlich nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört 🙂 und daher meine Hilfe nachts mehr oder weniger nicht gebraucht wurde, habe ich mir schnell angewöhnt, maximal kurz hochzuschrecken und dann sofort wieder einzuschlafen. An manchen Tagen habe ich sogar wirklich durchgeschlafen. Bin gespannt, wie es wird, wenn ich in Karenz bin und Franzisca arbeitet. Ob meine Ohren wohl wieder feinfühliger werden?

Was für eine Zeit…

26. Mai 2008

…liegt gerade hinter uns. Sind grade aus dem Flieger aus Berlin geklettert, aber bei dem, was wir erlebt haben, kann ich gar nicht anders, als gleich zu bloggen. Eigentlich wollten wir mit dem gesamten Weder-Trupp „nur“ unsere besten Freunde, Uli, Tobias und deren „Kleine“ Luka, besuchen. Und was passierte? Eine Überraschung jagte die nächste. Am Flughafen wartete auf uns ein „Riesen-Kindermobil„, ein Leihwagen XXL. Schließlich mussten sechs Leute inkl. Koffer, Kinderwagen und Proviant verstaut werden. Proviant? Ja, wir wurden entführt – in den Spreewald in die Nähe von Cottbus. Ein kleines Ferienhäuschen mitten im Grünen, mit Grillplatz und allem drum und dran war für drei Tage unser Feriendomizil. Echt Wahnsinn, super Haus, voll erholsame, schöne Gegend (müssen da unbedingt nochmal zum Kahnfahren hin), Platz für Spreewälder Spezialitäten wie Plinse, Fassbrause und Gurken und einfach genug Zeit für eine gute Zeit. Da wars auch nicht tragisch, dass wir auf der Heimfahrt beim Gurkenmuseum in Lehden tierisch über den „touristischen Tisch“ gezogen wurden. Sorry, kanns echt nicht anders sagen, hatten uns ehrlich drauf gefreut und sind extra dafür hingefahren. Was dann aber gezeigt wurde, war einfach nur enttäuschend: Lieblos zusammengestellte Exponate aus grauer Vorzeit, Gurken waren nur am Rande Thema und vier Euro für den Parkplatz wirklicher Nepp. Da wunderts mich auch ned, wenn unter http://www.gurken-museum.de so gut wie nichts zum Gurkenmuseum geschrieben steht bzw. man suchen muss, um überhaupt ein Wort drüber zu finden. Anyway, Tobuli: Danke nochmal von hier, Ihr seid einfach großartig!!!

On tour again

23. Mai 2008

Nach einem gemütlichen, gestrigen Feiertag ist heute Reisen angesagt: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin. Uli und Tobias sowie deren Tochter Luka warten da auf uns, und ich freu mich schon tierisch, die „alten Haudegen“ alle mal wieder zu sehen. Bin schon gespannt, wie sich die beiden Knirpse verstehen. Beim letzten Mal waren wir zusammen in Kopenhagen über Silvester. Während Luka schon voll dabei war, hat Kaspar da eigentlich noch nichts mitbekommen. Silvester ist übrigens für uns für die nächsten Jahre ausgebucht. Wir haben uns zu einer „EU-Silvestertour“ entschlossen, wollen jedes Jahr Silvester in einer anderen EU-Hauptstadt verbringen. 2008 stehen etwas wärmere Gefilde an, Lissabon soll das Ziel sein. Aber bis dahin fließt ja noch einiges Wasser die Donau runter…

Was braucht ein Kind? – Teil 2, Kinderwagen

21. Mai 2008

Über die Nupsis und Dinge, die ein Kind wohl eher nicht braucht, hatte ich ja schon geschrieben. Was aber definitiv notwendig ist, ist ein gescheiter Kinderwagen. Die Auswahl ist ja ziemlich groß. Groß war auch mein Engagement vor dem Kauf. Ob Bugaboo, Teutonia, Quinny, Hartan, Stokke, ob billig oder teuer, ob drei Räder oder vier, ob Sportwagen oder Buggy – je mehr ich mich im Web umgeschaut habe, desto wirrer und unklarer wurde die gesamte Sache. Meine Lust auf den Kinderwagenkauf wurde mit jedem Klick weniger. Letztlich war das Ende dann, dass wir gemeinsam einfach in ein Babygeschäft gegangen sind, uns richtig beraten lassen haben, Kinderwagen Probe geschoben haben und dann zugeschlagen haben. Ein Teutonia Pixxel ist es geworden, ich würde sagen die „Mittelklasse“ unter den Kinderwagen.

Dass es für uns die richtige Entscheidung war, hat sich bald gezeigt. Das Ding ist wirklich unkaputtbar, sehr handlich und trotzdem stabil, absolut flexibel zusammenpackbar und umlegbar, überlebt selbst Jogging-Abenteuer, Kletterpartien über Waldwege und starke Männerhände von Flughafenmitarbeitern, die bekanntlich mit Gepäck nicht gerade zimperlich umgehen. Begeistert bin ich vor allem von den Vorderreifen, die nicht nur horizontal, sondern auch vertikal (z.B. bei Fahrten über Randsteine und Co.) mitkippen.

Meine Tipps: Überlegt Euch wirklich, für was ihr den Kinderwagen benötigt und was ihr mit ihm (+ Kind natürlich) anstellt. Für jede Art der Verwendung und für jedes Budget gibt es das richtige. Ich würde beim Kinderwagen nicht sparen. Er ist wirklich ein alltäglicher Begleiter und gerade für mobile Familien wie uns unerlässlich.

Was braucht ein Kind?

20. Mai 2008

Diese Frage stell ich mir oft. Insbesondere, wenn ich an Spielzeugläden und Babygeschäften vorbeikomme. Was dort alles angepriesen wird, ist ja fast schon irrational. Für jeden einzelnen Zeh des Kindes scheint’s ein eigenes „Nupsi“ zu geben (Nupsi, das; -s: unnütze, kleine Gimmicks, die der Mensch nicht braucht, die einen aber irgendwie glücklich machen, eigene Definition, und wie ich grade rausgefunden haben, gibt’s den Begriff tatsächlich schon auf Wikipedia). Ich frag mich, wer das alles kaufen soll? Und dann komm ich von der Arbeit heim und sehe, mit was sich Kaspar so vergnügt: Bettdecken, knisternde Plastikverpackungen, Teigschaber, Magazine, Löffel – im Grunde schiebt er gerade so ziemlich alles in den Mund, was ihm vor die Finger kommt. Der „Weltentdecker“ unterwegs. Es scheint überhaupt nicht so, als ob ihm große Spielcenter, düdelnde Musikwürfel oder ähnliches abgeht.  Oder ist er einfach nur noch zu jung? Kommt der Wunsch nach Animation im großen Stil noch? Oder sind die ganzen Kindergeräte wirklich alle „pädagogisch wertvoll“ und wir enthalten sie Kaspar einfach nur vor?

Die eigenen vier Wände

19. Mai 2008

Gestern gab’s wieder eine Premiere: Kaspar hat sein eigenes Zimmer. Nach einer längeren IKEA-Marathon-Aktion und einigen schweißtreibenden Umbauten nimmt sein kleines Reich Gestalt an. Und auch die erste Nacht in den eigenen vier Wänden verlief für ihn ohne weitere Überraschungen. Die zwei, drei Male, die er sich auch sonst des Nächtens aufbequemt, hatte er wieder, neue kamen aber nicht dazu. Der „Wunschtraum“ der Eltern, dass Kaspar dann gleich einmal durchschläft, hat sich jedoch nicht erfüllt. Es wäre ja auch zu schön gewesen….. 🙂

Frauen laufen, Männer schauen

19. Mai 2008

16.144 Teilnehmerinnen waren gestern beim Österreichischen Frauenlauf im Wiener Prater am Start. Ein neuer Rekord. Rekordverdächtig ist für mich auch Franzisca: 6 Monate nach der Geburt von Kaspar hat es sie schon wieder in den Beinen gejuckt. Und dann gleich mal 10 Kilometer. Platz 2407 in 1:12:49,9 ist es im Endklassement geworden, aber das war nur eine Nebensache. Gemeinsam mit unserer „Mutterfreundin“ Tina aus dem Geburtsvorbereitungskurs war ihr der Spaß am Laufen richtig anzumerken, sowohl am Start als auch noch im Ziel. Der nächste Halbmarathon wird jedenfalls schon angepeilt (und wenn ich mir die Zeiten anschau, wo die beiden die zweiten 5 Kilometer noch deutlich zugelegt haben, scheint mir das durchaus plausibel 🙂 ).

Spaß hat es aber auch den Zuschauern gemacht, allen voran natürlich Kaspar und mir. „Bewaffnet“ mit auffälligem, orangen Schirm und Kinderwagen haben wir fest angefeuert. Allein waren wir dabei nicht – insbesondere was die männliche Klientel am Seitenrand anging. Ein Kommentar aus den Zuschauermassen: „So viele Männer mit Kindern wie heute wird man wohl nicht wieder auf einem Haufen finden“. Da war wohl was dran….. 🙂