Archive for Juli 2008

Kaspars Lethargie der Eltern Unruhe

30. Juli 2008

Was genau definitorisch ein „Häufchen Elend“ sein soll und wie das wohl ausschaut, muss mir noch einmal jemand erklären. Kaspar jedenfalls schien die letzten Tage ziemlich nah ranzukommen. Lethargisch und lustlos hing er herum, kein Spielzeug konnte ihn aufmuntern, dazu noch Fieber, kaum Appetit, wenig Schlaf und eine Laune von ungeahnt negativem Ausmaß. Wo hatte er sich nur versteckt, der fröhliche Wonneproppen, der er bislang immer war?

An der Pubertät konnten diese Stimmungsschwankungen ja altersbedingt noch nicht liegen, soviel war uns klar. Ach ja, Zähne, das ist immer ein guter Grund, aber irgendwie zu einfach, zumal bei denen, die er nun schon hat, die Reaktion weniger heftig ausfiel. Je lethargischer Kaspar wurde, desto unruhiger wurden Franzisca und ich. Letztlich dann doch der Sicherheitscheck beim lieben Hr. Kinderarzt: Und voila, hier ist sie, Kaspars erste echte Kinderkrankheit, das Dreitagefieber. De facto harmlos, nur nicht für die Nerven der Eltern. 🙂 Mit kleinen Pusteln klingt diese „Phase“ gerade wieder ab – und damit wahrscheinlich auch wieder die Unruhe der Eltern.

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Ich werde wieder Onkel…

29. Juli 2008
Kaspar und Paula

Kaspar und Paula

Auf unserer Kurztour durch Deutschland waren wir auch bei meiner Schwester Karin und ihren Mann Peter. Kaspar hat dabei einmal wieder seine Kusine Paula getroffen, er sieht sie eh viel zu selten. Die schöne Nachricht dabei auf der kleinen, wunderbar feinen Geburtstagsfeier: Bald kriegt Kaspar wieder einen Cousin oder eine Cousine bzw. werde ich ein zweites Mal Onkel.

Na dann, liebes Schwesterherz, noch einmal auf diesem Wege toitoitoi und alles Gute für die Schwangerschaft!

Wieviel Motorrad darf sein?

28. Juli 2008
Kaspar Kool

Kaspar Kool

Dennis Hopper wäre wohl erblasst, wenn er mich in der vergangenen Woche gesehen hätte. Naja, gut, den Coolnessfaktor des Easy Riders krieg ich nicht hin, aber vielleicht wäre er zumindest etwas blasser geworden. Denn nach langer Zeit wieder eine längere Motorradtour – diesmal nach Deutschland – zu machen, war einfach großartig. Der Wind, die Beschleunigung, das Erleben, einfach ein Traum. Lange gehöre ich noch nicht zur Gattung des homo ludens machina rota, weshalb ich diesem meinem Hobby eher auf Landstraßen fröne und Autobahnen links liegen lasse. Ich nenne eine Suzuki V-Strom 650 mein Eigen, gemütliches Cruisen ist daher angesagt. Doch trotz aller eigenen Vorsicht: Vor Unfällen ist man nicht gefeit, das ist mir klar. Und dass ich mir ein etwas ungefährliches Hobby aussuchen hätte können auch. Aber Motorradfahren macht halt einfach Spaß.

Aus vielen besorgten Mündern habe ich schon die Frage vernommen, ob mit einem Kind ein so gefährliches Hobby denn überhaupt noch angesagt sei. Und ich kenne einige Geschichten, bei der Männer, sobald sie Vater geworden sind, den Zündschlüssel an den Nagel gehängt und das Motorradfahren aufgegeben haben. Was denkt ihr? Wieviel Motorrad, wieviel Spaß, wieviel Risiko darf als fürsorglicher und verantwortungsvoller Vater (noch) sein?

Eins ist sicher: Auch Kaspar wird ein Biker. Denn er hat nicht nur den Coolnessfaktor, wie das Bild zeigt, auch das Bobby Bike steht schon zu Hause (danke Tobuli) und wartet darauf, dass die Füße bis zum Boden wachsen. 🙂

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27. Juli 2008
Kaspar - wieder einmal auf Tour

Kaspar - wieder einmal auf Tour

Ruhigruhigruhig ist es hier geworden. Ruhig ist es jedoch nur hier auf dem Blog gewesen. Wir nämlich waren unterwegs auf einer kleinen Heimtour nach Deutschland inklusive Besuch der Urgroßeltern und Großeltern natürlich. Für mich war es mal wieder eine Gelegenheit, mein Motorrad in der Gegend herumzukutschieren, Franzisca und Kaspar waren parallel dazu mit dem Zug unterwegs. Der Anlass: Zum einen feierte Franziscas und mein Studiengang – Journalistik – 25jähriges Jubiläum, zum anderen hatte meine Schwester in Augsburg Geburtstag, der natürlich gefeiert werden musste.

Was war das für ein Gefühl, nach Eichstätt einzureiten. Das kleine oberbayerische Städtchen stellte nicht nur für 4,5 Jahre unseren Studienmittelpunkt dar, sondern war im Grunde die Stätte, die verantwortlich für diesen Blog ist…… 🙂 Dort haben Franzisca und ich uns kennen und lieben gelernt. Echt spaßig, die alten Erinnerungsplätze abzugehen. Leider waren auf der Jubiläumsfeier nicht wirklich viele „Ehemalige“ aus unserem Semester dabei. Aber sei’s drum: Eine spannende Tour zurück in alte Zeiten war’s allemal.

Herr Hipp und seine Kollegen

15. Juli 2008

Manchmal sind Entscheidungen schwer. So beispielsweise vor dem Gläschenregal im Supermarkt. Was es da alles gibt. Da rennt mir ja selbst das Wasser im Mund zusammen – naja, wenn es nicht püriert wäre, denn auch beim Gläschen isst das Auge mit, meines zumindest. 🙂 Katzenfreunde werden vermutlich wissen, was ich meine, denn diese Regale sind wohl ähnlich gut sortiert: Bio-Rind mit Kartoffeln und Karottengemüse, Pastinaken (scheinbar das neue Baby-Modegemüse) mit HInz und Kunz, Spagetti Bolognese, Früchtchen in allerlei Variationen undundund. Wäre ich Kaspar und liebte ich Püriertes, würde ich mich durch dieses Regal gerne mal durchkosten.

Ich bin es aber nicht. Und deshalb gibt es von Hr. Hipp, Fr. Alete und was sonst noch so greifbar ist, fast immer das gleiche für den werten Herren Kaspar. Warum? Das frag ich mich auch manchmal. Aber es soll die Meinung vorherrschen (und auch Franzisca steht größtenteils dahinter), dass die Kinderchen doch langsam an verschiedene Geschmäcker heranzuführen seien. Wenn Kaspar wüßte, was ihm dadurch entgeht…

Da auch die Portionen von Ma(h)l zu Ma(h)l größer werden und Gläschen rund 1,20 Euro pro Stück doch ins Gewicht fallen, sind wir vor kurzem dazu übergegangen, selbst mal was zu Kochen. Kartoffeln + Gemüse. Vorteil: der Preis. Nachteil: Aufwand und Menge, die eingefroren werden sollte, da sie sonst nicht allzu lang im Kühlschrank hält. Ob Gläschen oder selbstgemacht, ich weiß nur eins: Wenn Kaspar Hunger verspürt, dann isst er. Und das reichlich und mit viel Spaß.

Wie kühl ich ein Baby ab??

14. Juli 2008
Abkühlung im Freien

Abkühlung im Freien

Grade über die 30 (nein, hier folgt jetzt kein Beitrag zum Älterwerden, hier geht es um Celsius und Temperatur!!), Sonnenstrahlen auf der Haut, auf der Decke im Park – so lässt es sich aushalten. Am Wochenende waren wir drei schön beim Baden und Sonne geniessen. Das Schwitzen kann man da schon einmal in Kauf nehmen. Schließlich weiß ich, wie ich mich dann abkühlen kann.

Doch was ist mit einem Baby, was ist mit Kaspar? Auch er kommt bei diesen Temperaturen gerne mal ins Schwitzen. Zwar ist beim Kinderwagen der Sonnenschutz ausgefahren, doch heizt es sich da drunter schon einmal ganz schön auf – trotz geöffnetem Durchzug. Wasser kriegt er, klar. Doch sonst? Gibt es Tricks, die Ihr im Sommer bei Euren Kindern anwendet?

Jetzt geht’s los…

11. Juli 2008

…ich zieh schon mal meine Laufschuhe an. Mal sehen, wer schneller ist…

Nehmen, wie es kommt…

10. Juli 2008

Wie stark ein Papa informiert sein sollte über Kinder und Erziehung habe ich mich schon früher gefragt. Auch vor der Geburt muss man sich mit er kommenden neuen Situation erst mal auseinandersetzen. Und natürlich über die Geburt ebenfalls. Was liegt da näher, als zu einem Geburtsvorbereitungskurs zu gehen. Ein MUSS für jeden angehenden Vater – allerdings nur, um sagen zu können, das gemacht zu haben. Ich nehme es vorweg: Was mir der Kurs vor allem gebracht hat, war die Erkenntnis, dass es auch andere Väter gibt, die sich genauso wenig auskennen wie ich. Und das man die Geburt und alles drumrum nehmen muss, wie es kommt.

Doch zum Anfang: Antworten und Lösungen – das wollte ich haben. Konkrete Antworten und konkrete Lösungen, wie eine Geburt abläuft, wie man sich vorbereitet, was man vor Ort tun kann, was am Besten ist undundund. Bekommen habe ich dabei meist ein: „Das lässt sich so nicht beantworten, das kann so sein oder so, das ist von Baby zu Baby unterschiedlich.“ Das mag ja durchaus stimmen, aber das ist halt einfach nicht die Antwort gewesen, die ich mir zu diesem Zeitpunkt gewünscht hätte. Gewünscht, und da waren „wir Männer des Kurses“ uns einig, hätten wir uns einen Lösungsbaum, der aufzeigt, was wir als Väter machen können und sollen, wenn derjenige oder ein anderer Fall bei der Geburt eintritt. Vielleicht habe ich auch einfach zu viel erwartet…zumindest den be- und gefürchteten Fencheltee gab es aber… 🙂

Was haben Franzisca und ich nicht alles vorbereitet, was nicht alles geplant nach dem Kurs, was haben wir uns nicht alles vorgestellt, wie die Geburt ablaufen soll. Und dann kam doch alles ganz anders…Kaspar ist halt Kaspar, und Kaspar macht das schon. Bei der Geburt wie auch heute noch.

Vom Wiegen zum Selbstschläfer

9. Juli 2008

Meine Oberarmmuskeln werden verkümmern. Ganz sicher. Denn seit zwei Tagen hat Kaspar entdeckt, dass es gar nicht so schlimm ist, wenn der böse, böse Schlaf über einen kommt. Das Schaukeln, Wippen und Wiegen von Kaspar auf dem Arm, bis er ins Land der Träume abgereist ist, gehört von nun an der Vergangenheit an. Und auch mit dem Kinderwagen, eine weitere Variante des „Einschlafzeremoniells“, müssen wir nicht mehr zwingend raus. Spieluhr an, Hase und Decke in den Arm, ein paar Minuten warten und teils beruhigen – und that’s it. Warum einfach, wenn es (manchmal) vorher doch so schön viel Nerven und Schweiß gekostet hat…

Was haben wir zuvor nicht alles versucht. Wieder haben schlaue Experten-Meinungen uns zu verschiedenem geraten: Einschlafroutinen schaffen, jeden Abend das gleiche machen, ihn auch mal für ein paar Minuten allein liegen lassen, um ihn dran zu gewöhnen, dass Mama und Papa nicht immer da sind. Nach dem ersten größeren Geschrei haben wir das gleich wieder gelassen (bring das mal übers Herz, deinem Kind beim Weinen zuzuhören und ruhig sitzen zu bleiben….war wohl auch gleichzeitig das Ende vom Anfang der autoritären Erziehung…) 🙂 Und jetzt: voila. Es kommt halt doch wie’s kommt, Kaspar macht das schon.

100 Prozent (Mund-)Einsatz

8. Juli 2008

Wenn ich was mache, dann mach ich es g’scheit. Mit richtigem Einsatz und Herzblut. Auch beim Füttern. Doch was mir dabei bislang noch nicht aufgefallen ist: Der Einsatz reicht sogar bis zum wirklichen Mitfühlen. Oder anders: Will ich Kaspar den Löffel zum Mund führen, geht meine eigene „Klappe“ automatisch auch auf. Gleich, ob er seine schon offen hat oder nicht. Franzisca hat mich darauf hingewiesen. Muss lustig ausschauen, die beiden Herren im Mundschnappgleichflug. Und selbst jetzt, wo es mir bewußt ist, ist es gar nicht so einfach, diesen Reflex (denn als solchen sehe ich das) zu unterdrücken. Naja, 100 Prozent Mundeinsatz halt.