Archive for November 2008

Achtung Schwertransport!

28. November 2008

Warum gefahren werden, wenn man getragen werden kann? Das denkt sich Kaspar wohl des Öfteren. Aber was solls, Gott hat mir zwei starke Arme gegeben. Doch die ständigen Mahlzeiten zeigen Wirkung. Mit links ist Kaspar nicht mehr zu schleppen. Oder eigentlich doch, denn komischerweise tu ich beim Tragen mich mit links viel leichter, obwohl ich Rechtshänder bin und mein rechter Arm stärker sein sollte. Woran liegt das wohl? Am zusätzlichen Körpereinsatz, an der Unterstützung mit rechts?

Ob Kaspar Links- oder Rechtshänder ist, weiß ich ebenfalls nicht. Mir scheint, als ob er mit rechts aktiver wäre. Aber wie immer dieses „Duell“ ausgeht, Kaspar trainiert auf jeden Fall schon einmal beide Oberarme. Dazu wird das Lauflernwagerl einfach mal umfunktioniert und getragen statt geschoben. Keine Ahnung, was er damit bezwecken will. Das Ende dieses „Schwertransports“ ist im Übrigen immer das gleiche: Der Plumps auf den Hosenboden.

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Warum aufräumen…

27. November 2008

…wenn es nach 10 Minuten wieder genauso aussieht, wie vorher? Das frag ich mich schon (und immer wieder). Ob herumliegendes Spielzeug oder verstreute Krümel, wenn Kaspar losgelassen wird, bleibt wenig auf dem Platz, auf dem es sein sollte. Aber lieber so als in klinischen Verhältnissen leben. Aber das war sowieso noch nie unser Motto…

John Wayne meets Luis Trenker

26. November 2008

Es ist das Revival der Filmgiganten – und das alles in einer Person, täglich bei uns zu Hause. John Wayne meets Luis Trenker in Kaspar. Wie das? Seit Kaspar nach den ersten, selbständigen Trippelschrittchen nun richtig mobil wird, tappst er begeistert durch die Wohnung. Sieht lustig aus, wie John Wayne nach einem Tagesritt. Manche würde es wohl auch als einen „besoffenen Seemann“ bezeichnen, aber gut… 🙂

Was dazu kommt: Alles, was in Kaspars Beinhebehöhe liegt, wird bestiegen wie von Luis Trenker in seinen besten Jahren. Tisch, Sofa, „sein“ Regal und am Liebsten die rote Leseliege. Rauf, runter, rauf, runter – wenn ich das machen müsste, wäre ich wohl nach 10 Minuten k.o. Er aber wiederholt dies wie ein Duracell-Häschen. Ein echter Klettermax.

Der "Gipfelstürmer"

Der Gipfelstürmer am Lieblingsberg

Lustiges Fleckenraten

25. November 2008

"Bei mir bleibt alles im Mund, was auch da reingehört!" - oder auch nicht!

Ich seh mich langsam nicht mehr aus: Da ist der gesamte Kleiderschrank voll, und doch scheinen wir immer am Waschen zu sein. Woher kommt das nur? Flecken gehören wohl für alle Eltern zum bunten Alltag. Wir können sie auf jeden Fall nicht vermeiden. Und das betrifft nicht nur Kaspar’s Klamotten, die notorisch mit allen möglichen Farben besprenkelt sind – neben denen, die auf einen Pulli halt fabrikationstechnisch so draufgehören. Auch meine Anziehsachen drehen öfters ihre Runden in der Waschmaschine als früher. Gerade, wenn es sich dann doch um feinere Stöffchen handelt, ist die Abwägung zwischen „Nähe zu Kaspar“ und „Fleckenattacke“ nicht so einfach.

Fleckenraten ist zwar ein ganz amüsantes Spiel manchmal, aber wenn es zu häufig gespielt wird, macht es bald auch keinen Spaß mehr. Meist ist man mit „Karotte“ oder „Tomate“ goldrichtig, viele andere aber, die schon in den Stoff verrieben oder eingetrocknet sind, benötigen tieferes CSI-Wissen, angefangen von „Brei“ über „Banane“ (ganz tolle Flecken) und „getrockneter Keks“ bis hin zu „Dreck von den Schuhen nach dem Tragen“ (insbesondere im matschigen Winter mit hoher Trefferquote). Einen Sieger gibt es bei diesem Spiel immer – und das ist die Waschmaschine.

Schwarz auf Weiß: Papamonat im Koalitionspakt verankert

24. November 2008

Gemunkelt wurde ja schon viel im Vorfeld. Jetzt liegt das Koalitionspamphlet auf dem Tisch. Wenn’s kommt, wie’s noch etwas vage zwar, aber doch geschrieben steht, wär’s echt klasse – die geplante neue Familienpolitik der geplanten, neuen Großen Koalition in Österreich: Nicht nur der „Papamonat“, auch ein einkommensabhängiges Karenzgeld sind die angestrebten Ziele. Details wurden noch ausgespart (und da wird sicher noch genau hingeschaut werden müssen), aber klingt auch schon mal ganz allgemein formuliert nicht schlecht. Also, liebe kommende Ministerinnen und Minister, ranhalten, den ebenfalls versprochenen neuen Stil des Regierens auch wirklich durchziehen, schnell alles Vage konkretisieren, die „Finanzierungsvorbehalte“ lösen und agieren. Bin schon gespannt…

Kaspar’s USA

23. November 2008

Kleine Nachbetrachtung unserer USA-Tour. Viel Spaß!

Die 3 Männer vom Spielplatz

20. November 2008
Immer stilsicher unterwegs dank Schneeanzug

Immer stilsicher unterwegs dank Schneeanzug

Gestern hatte ich eine Begegnung der besonderen Art. Tatort: ein öffentlicher Spielplatz im Wiener Prater mit Nähe zur Hauptallee. Uhrzeit: ca. 15:00. Die Täter: 3 Männer und ihre Kinder. Auffälligstes Merkmal: Sie waren allein, ohne Mamas, kein anderer weiblicher Erziehungsberechtigter mit Nachwuchs auch nur ansatzweise in der Nähe. Lag es am eher tristen Wetter, an der Uhrzeit oder an der neuen Spielplatzstatistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, dass den männlichen Erziehungsberechtigten der Spielplatz ganz alleine „gehörte“?

Auf jeden Fall gab es eines nicht: Gespräche über „wie alt ist er?“ oder „was kann er schon?“, die man sonst so auf den einschlägigen Spielplätzen dieser Stadt unter Frauen/Müttern miterlebt. Ich will ja nicht die hinlänglich bekannten Schubladen zu sehr strapazieren, aber Männer scheinen in Sachen Konversation bei Begegnungen mit anderen Vätern eher den pragmatischen Weg zu gehen: Hauptsache Spielen, geredet wird, wenn überhaupt, mit den Kindern.

Oder ist es doch einfach die Angst, als Vater bzw. neue Spezies der „Karenzväter“ was falsch zu machen und dann verächtliche Blicke von den Müttern rundherum zu kassieren? Ich habe die einmal wirklich stark in meinem Nacken gespürt (ob ich mir das nur eingebildet habe oder nicht sei einmal dahingestellt). Jedenfalls hatte ich mir erlaubt, Kaspar in Sachen zu stecken, die farblich wohl als „nicht ganz ausgeglichen“ gewertet worden sind. Und das an einem „elitären“ Spielplatz im neunten Bezirk. Kurzer Check und tatsächlich: Die anderen Kinder haben wirklich wie geschleckt ausgeschaut. Passende Potpourris aus feinsten Stöffchen. Gut, ein wenig dick aufgetragen, aber zumindest so abgestimmt, dass Kaspar mit seinem Outfit sicher herausgestochen wäre. Aber was soll’s. Ihn hat’s nicht gestört. Ab in die Schaukel und Vollgas. Ich jedenfalls gehe jetzt fashiontechnisch auf Nummer sicher: Kaspar kommt mir jetzt im Winter nur noch in den Schneeanzug, da fällt nicht auf, was er darunter trägt… 🙂

Vernunft – Geduld = Erziehung?

20. November 2008

Ist das die hohe Mathematik der „Kindesaufzucht“? Ich weiß es nicht. Aber wenn die Rechnung „Vernunft – Geduld = Erziehung“ stimmen sollte, dann habe ich gestern ein negatives Ergebnis produziert. Wäre das dann „Minus-Erziehung“, und wenn ja, was ist das? Auf jeden Fall gestehe ich: Gestern abend vor dem Schlafengehen brauchte ich einen großen Batzen Geduld mit Kaspar, der am Ende auch ziemlich aufgebraucht war.

Wie aber bringt man einem kleinen Mann von gerade einmal einem Jahr bei, dass es der Papa bei allem, was es tut, nur gut meint? Wenn man müde ist, ist es vernünftig zu schlafen, was Kaspar aber nicht wollte. Wenn man Hunger hat, ist es vernünftig zu essen, was Kaspar auch nicht richtig wollte – zumindest nicht den, im Vergleich zu manch anderen Leckerein sicherlich weniger schmackhaften, aber dennoch gut für die Nacht sättigenden Brei (Was ich zumindest denke. Und ich habe ihn auch versucht. Soooo schlecht war der nicht… 🙂 ). Aber glaubt mir: Die Mittel, die so ein kleiner Kerl anwenden kann, um den Mund geschlossen zu halten (beim Essen) bzw. weit zu öffnen (beim Schreien gegen die Müdigkeit) sind gewaltig… 🙂

Egal, jedenfalls hat es gefühlte 2,5 Stunden gedauert, bis er ins Reich der Träume hinübergesegelt ist. Ob er noch Hunger hatte? Ich weiß es nicht. Und mathematisch? Die Gleichung lässt sich mit meiner Logik letzlich so wohl doch nicht verifizieren, vielleicht aber mit Kaspars? Oder ist es vielleicht doch so, dass die Gleichung für die Eltern gilt – und ich wurde gestern schlicht und ergreifend einfach von Kaspar erzogen? Wer weiß, wer weiß…

Wusstet ihr…

19. November 2008

…dass ich neben dem Kaspar-Watching-Vollzeitjob noch auf Mode mache? Ich bis heute auch nicht. Naja, scheinbar war ich aber verkaufstechnisch nicht so gut: Ende November mache ich dicht….. 🙂

sweder

Kaspar und Papa allein zu Hause

18. November 2008
Kaspar - kein Zug, aber auch keine Mama diese Woche...

Kaspar - kein Zug, aber auch keine Mama diese Woche...

Die Strecke von Klagenfurt nach Wien und zurück kommt mir langsam sehr bekannt vor, die Züge ebenfalls. Woche für Woche (oder auch mal zwei) spulen wir die rund fünfeinhalbstündige Tour von Haustür zu Haustür ab. Logistisch macht uns so leicht niemand etwas vor, das richtige Packen und Transportieren ist mittlerweile schon ein Kinderspiel. Dennoch: Unter Spaß stellt man sich doch etwas anderes vor. Und aus diesem Grund testen wir diese Woche mal wieder etwas Neues: Kaspar und ich bleiben in Wien, Franzisca fährt zum Arbeiten nach Klagenfurt.

Leicht ist uns dieser Entschluss nicht gefallen. Man weiß schließlich nie, was insbesondere für Kaspar richtig ist: Ständig Zugfahren und Mama und Papa oder keine Zugfahrt und nur Papa? Ist diese Frage schon schwer, kommt noch hinzu, dass es auch für Franzisca sicher nicht leicht ist, den Kleinen über einige Tage nicht zu sehen. Nur für mich macht es im Alltag wenig Unterschied, ob ich mit Kaspar in Klagenfurt oder in Wien auf den Spielplatz gehe. Größter Vorteil für mich: Während ich in Klagenfurt so gut wie keine sozialen Kontakte habe, sind in Wien meine Freunde zu Hause. Schau mer mal, was am Ende der Woche die Conclusio dieses „Experiments“ sein wird…