Archive for Dezember 2010

Wasi 2030

21. Dezember 2010

Aller Anfang ist schwer...

Aller Anfang ist schwer. Bis zu WM in Garmisch wird es wohl noch nichts, aber die ersten Schritte auf den neuen „Rennfuchs-Brettln“ waren schon recht vielversprechend. Im Jänner wird weiter geübt. Dann steht der erste Skikurs an. Und dann, spätestens im Jahr 2030, wird das langjährige Leistungstief der deutschen Skiherren ein Ende finden (…und da sage noch einmal einer etwas über Eltern, übertriebenem Ehrgeiz und Leistungsdruck, der auf die Kinder projeziert wird, nein, wir doch nicht…:-)).

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Nichts neues im Staate Julius

17. Dezember 2010

Sein oder nicht sein!

Diese Frage aus Shakespeares Hamlet ist bei Julius schon seit dem 10. November geklärt. Und sind wir ehrlich: Richtig viel hat sich nicht getan. Er trinkt und schläft – und das in flotter Regelmäßigkeit.

Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode!

Gut, Julius ist ein Baby und kann per se nichts dafür. Dennoch:

Die Zeit ist aus den Fugen.

Denn er gibt die Zeit vor, Tag und Nacht.

Bereit sein ist alles!

Das ist unser Motto in diesen ersten Wochen. Aber wir achten auch auf uns, so gut es geht. Denn auch wenn es Julius ist:

Nennt mich was für ein Instrument ihr wollt, ihr könnt mich zwar verstimmen, aber nicht auf mir spielen.

So geniessen Franzisca und ich auch die kurzen, knappen Momente, die wir (noch) zu Zweit haben. Also, Schluss mit diesem Posting und in diesem Hamlet-Sinne:

Der Rest ist Schweigen.

Querschläger

16. Dezember 2010

Kaspar liebt es quer

Eigentlich müsste ich richtig sauer sein, eingeschnappt und mürrisch – wenn die ganze Situation nicht einfach skurril und auf seine Art lustig wäre. Gut, müde bin ich vielleicht ein wenig, aber das war es dann auch schon. Denn seit ein paar Wochen haben Franzisca und ich einen Querschläger im Bett. Oder besser gesagt einen Querschläfer. Sein Name: Kaspar.

Kaspar wird selbständiger von Tag zu Tag – und in der Nacht. Wir waren es leid, von einem „Mama, komm bitte“ – im schlimmsten Fall in einer Endlosschleife – aus den schönsten Träumen gerissen zu werden. Ebenfalls nicht so lustig: Nachts aufstehen, im Halbschlaf in Kaspars Zimmer gehen und „Baldrian“ spielen. Handeln war deshalb angesagt. So haben wir Kaspar erklärt, dass er, wenn er aufwachen sollte, gerne leise in unser Schlafzimmer tapsen kann, um dort die Nacht zu beenden, wie es sich gehört: schlafend.

Soweit funktionierte es ganz gut, das „leise“ wurde ernst genommen, und unsere Träume zerplatzten nicht. Bis sich herausstellte, dass Kaspar ein „Wälzer“ ist. Ruhig liegen, Fehlanzeige. Bei Mama sein, und gleichzeitig bei Papa, so sein scheinbarer Wunsch. Mit dem bitteren Ende (im wahrsten Sinne des Wortes) für mich: Franzisca bekommt jedes Mal den Kopf, ich die Füße des Kleinen. Tausch ausgeschlossen. Also nehm ich, was ich bekomme. Träume sind es zwar keine, aber dafür zwei Füße und ein breites Grinsen auf meinem Gesicht.

Das Hirn-Sieb der Kindererziehung

10. Dezember 2010

Mit Zahlen ist das so eine Sache. Geburtsdaten, Schuhgrößen, Jahrestage – hier tu ich mich zugegebenermaßen manchmal doch schwerer, als es mir lieb ist. Zum Glück gibt es hierfür Kalender, eingestanzte Nummern auf Sohlen und geknotete Taschentücher. In der Kindererziehung allerdings gibt es diese Hilfestellung für das eigene Erinnerungsvermögen nicht wirklich. Da heißt es aufs Neue Experimentieren und Ausprobieren.

Mir jedenfalls geht es so gerade mit Julius. Gut, dass ihm auf Kaspar in Sachen Geburt ein halbes Kilo fehlte und ich damit diese Größe bzw. Winzigkeit vorher noch nicht erlebt habe, das ist die eine Sache. Die andere Sache ist, dass mir auch der Rest ziemlich neu vorkommt. Die Erinnerungen an damals sind scheinbar ziemlich verflogen. Wickeln, ok, aber wie oft war Kaspar früher in der Nacht wach? Wie müde war ich in dieser Zeit? Wie oft bin ich damals raus, um mich um ihn zu kümmern? Hab ich Kaspar nach einer Eingewöhnungszeit überhaupt nachts noch wahrgenommen? Wie laut hat Kaspar geschrien? Wie war es, wenn er mal krank war? Wie oft hat Kaspar als Baby „gelacht“?

Dies alles sind Fragen, die mir jetzt mit Julius wieder begegnen. Und die ich so gut wie gar nicht beantworten kann. Jedes Kind ist natürlich anders. Aber hin und wieder ein Vergleich, wenn er schon so direkt vor einem liegt (und schreit und lacht usw.), das wär schon was.

Gerade einmal ein paar Erinnerungsfetzen sind geblieben. Schade irgendwie, aber auch schön. Denn im Umkehrschluss heißt das: Auch die negativen Dinge, die doch oftmals so viel besser im Hirn haften bleiben, kamen kaum vor – und wenn ja waren sie nicht so schlimm, dass sich das bei mir in die Erinnerung eingebrannt hätte.  Zudem kann ich die väterlichen Abenteuer in der Kindererziehung noch einmal von Neuem erleben. Also, liebes Hirn-Sieb, ich werde Dich noch einmal mit Kindererziehungssand „füttern“. Aber jetzt stell ich Schüsseln drunter – und dieses Blog ist eine davon.

Wedersche Testosteron-Fraktion

6. Dezember 2010

Die fabulösen Weder-Boys

Ein geschenkter Gaul, der nicht läuft

3. Dezember 2010
Klagenfurt-Body

Strampeln für Klagenfurt? Wir werden sehen...

„Willkommen in Klagenfurt“ – welche eine schöne Begrüßung für einen Neugeborenen. „Willkommen in Klagenfurt“ steht auch auf dem blauen Body, den Julius bzw. stellvertretend ich bei der Meldung am Standesamt Klagenfurt als Geschenk von Bgm. Scheider und der Stadt bekommen hat. Eine schöne, aufmerksame Geste, mit einem kleinen Haken: Soll ich Julius das wirklich anziehen?

Klamotten mit Städtenamen oder coolen Sprüchen sind waren in. Und über ein „Klagenfurt“-Laiberl mit Lindwurm hätte ich mich riesig gefreut. Aber wenn ich mir vorstelle, auf ein Baby zu schauen, das einen Body trägt, auf dem „Willkommen in Klagenfurt“ steht? Ist das das Klagenfurter Begrüßungskomitee? In Klagenfurt selbst vielleicht noch mit einem zugekniffenen Auge (er-)tragbar, aber man stelle sich den Body „Willkommen in Klagenfurt“ in Wien oder München vor?

Für mich als Kommunikationsexperten geht der Spruch also klar an der Zielgruppe vorbei, das Geschenk wurde „nicht mit den Augen der Zielgruppe zu Ende gedacht“. Auf dem Begrüßungs-Begleit-Brief ja, wunderbar, da freut mich das Klagenfurt-Hallo sehr. Am Body jedoch wirkt das  deplatziert.

Dabei hätte man auf sehr einfache Weise Humor beweisen können. „made in Klagenfurt“ oder ähnliches schießt mir da ins Gehirn (auch im Hinblick auf den „Made in Kärnten“-Slogan der Entwicklungsagentur ein kleines, regionales Augenzwinkern). Und der Lindwurm lässt ebenfalls zahlreiche Kommunikationsmöglichkeiten offen. OK, vielleicht nehme ich das Ganze einfach auch viel zu tragisch. Denn einem geschenkten Gaul, ob er nun läuft oder nicht, schaut man wohl sprichwörtlich nicht ins Maul.

PS: Wie es in Sachen Zielgruppenkommunikation deutlich besser gehen kann, hat für mich Stiegl vorgemacht. Die Salzburger Brauerei hat in die obligatorischen „Baby-Willkommenspakete“, die mit Windel-, Öl- und Cremeproben von Hipp über Milupa und Pampers sowie Säften und Getränken nur so gefüllt sind, auch an die Väter gedacht. Ein Gutschein für einen 6er-Träger versüßt mir das Papa-Dasein. Wunderbar!!