Archive for März 2012

Löffellauf

19. März 2012

Messer, Schere, Gabel, Licht – das alles ist nichts für Julius. Eines jedoch fehlt in der Aufzählung: der Löffel. Und wenn das Angebot schon so verlockend ist, dann nimmt es unser Kleinster gerne an. Her mit dem Löffel, oder am besten gleich zwei oder drei. Als hätten wir nicht genug Kuscheltiere und Spielzeug. Nein, Julius liebt seine Löffel. Mehr braucht es gar nicht, und er ist glücklich.

Ist es das Klappern des Metalls, wenn man die Löffel aufeinander schlägt? Ist es das verzerrte Spiegelbild? Oder die Form, die so perfekt in den kleinen Mund passt? Ich weiß es nicht. Ein wenig wird es wohl von allem sein – und auch ein wenig der Drill, in den Julius gedrängt wird, seit er im Kindergarten von der Nursery zu den  Teenies „aufgestiegen“ ist. Hier herrschen nämlich andere Sitten: Schlaf am Vormittag gibt es nicht mehr und gegessen, das wird auch selbständig. Prinzip: da Essen, hier Löffel, los geht’s. Und solange die Liebe anhält und er auch zu Hause sein unnachahmliches Grinsen aufsetzt, wenn er das silberne Metall in Händen hält, solange soll er seinen Löffellauf auch gerne fortsetzen.

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Cheeeeese

14. März 2012

Sollte die Grinsekatze in „Alice in Wonderland“ noch einmal als Rolle vergeben werden, Kaspar könnte sich zur Zeit bei Casting wohl gute Chancen ausrechnen. Denn er hat es für sich entwickelt, sein eigenes, persönliches Fotogesicht. Taucht eine Kamera auf, gehen sie nach oben, die Mundwinkel. Bis zu den Ohren. Und nichts kann diese angespannten Muskel lockern. Keine Witzchen, keine Entspannungsübungen, keine Ablenkungsversuche. Na gut, dann bleibt halt doch nur eines: Klick.

Und wenn einer grinst, ist der zweite nicht weit: Als braver Bruder ist es natürlich Julius‘ Pflicht, seinen coolen großen Bruder zu imitieren. Nun fängt auch er an, eine Schnute zu ziehen, den Kopf nach vorne zu schieben und die Augen zuzukneifen. Und wir als brave Eltern? Grinsen und machen, was sich gebührt: Klick.

Cheeese 1... Cheeese 2

Sendepause

12. März 2012

Dem Blog geht es grad wie „Wetten dass…?„. Wirklich. Trotz relativ guter Quoten stellte sich nun doch die Sinnfrage. Ein bewährtes Format einstampfen? Hat es sich gar überlebt? Eine Entscheidung musste fallen. Nun mache ich nach dem Gottschalk auch noch den Lanz und starte wieder durch. Die Finger sollen wieder über die Tasten fliegen. Es geht weiter.

Es war aber auch wirklich was los in den letzten Monaten. Unser Auftrag: Durchkämmen der Inseln Höhe mal Länge mal Breite. Zuerst die Südinsel, dann noch mehr Nordinsel – zusammen mit großartigem Besuch aus der Heimat, Großmama und Anna. Zwischen sandigen Stränden ging es von Ost nach West, über erhabene Vulkane, an stinkenden Schlammpools vorbei. Mit Gefühlenswelten-Unterschieden wie deren von Elben und Orks. Und immer wieder der Mittelpunkt der Erde: Hamilton, unser beschaulich-bescheidenes Städtchen, das uns solch wunderbaren Unterschlupf gewährt…

Augen vorwärts, Kameraden, aufgewacht, denn jetzt ruft der Alltag wieder. Mama und Papa am Arbeiten, Kinder im Kindergarten. Klassische Familiensituation des hiesigen Jahrtausends. Oder nicht? Wäre doch Stoff für eine Diskussionsrunde, oder was denken Sie, Hr. Lanz?