Archive for April 2012

Hang nach Osten

19. April 2012

Die fabulösen Weder-Boys: Beliebtes Foto-Motiv für Asiaten


Ich weiß nicht, was es ist. Vielleicht der Charme? Die offenen Arme? Das gebrochene Englisch? Auf jeden Fall haben Kaspar und Julius einen starken Hang nach Osten. Zumindest, wenn es um die Auswahl der Lieblings-Betreuerinnen im Kindergarten geht. Unabhängig voneinander. Jedoch mit dem gleichen Ergebnis: Ohne freundliche Asiatinnen geht es nicht. Was für Julius Sarah und Kathy, ist für Kaspar Yoshie. Sie waren und sind die Haupt-Bezugspersonen der beiden Jungs.

Verwundern tut dies eigentlich aber auch nicht. Der Asien-Anteil in Neuseeland ist von je her sehr hoch. so auch im „Kindy“ der Jungs. Insbesondere bei Japanern ist die Insel beliebt, liegt sie doch praktisch fast in der gleichen Zeitzone und bietet neben schönen Landschaften auch eine gewisse Sicherheit, die insbesondere die Eltern von Studierenden aus dem Land der aufgehenden Sonne geschätzt wird.

Auf jeden Fall wird diese Verbundenheit unserer Kinder auch von den Asiaten geschätzt. Das zeigen nicht zuletzt die zahlreichen Fotos, die von den Kids auf unseren Touren von asiatischen Touristen geschossen wurden. Insbesondere Julius‘ rote Haare waren der Hingucker. Hätten wir für jedes Bild von ihm einen Dollar genommen, wäre damit schon das ein oder andere Rugby-Ticket drin gewesen. Oder zumindest eine schöne Portion Sushi.

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Alles Budda

12. April 2012

Es ist ja kaum zu glauben: Heute in zwei Monaten hebt unser Flieger ab gen Good Ol‘ Europe. Und es ist tatsächlich schon ein wenig wie die Zielgerade. Nach einem tollen Trip nach Australien und auf die Südinseln sowie wunderbaren Gastbesuchen aus Deutschland und Australien gilt es nun tatsächlich langsam, sich Gedanken über die Koffer zu machen, die noch zu packen sind. Endzeitstimmung? Ein wenig, denn irgendwie schleicht sich das Gefühl ein, das wir alles, was wir machen wollten, auch gemacht haben. Ganz nach dem Motto „Been there, done that!“

Mit diesem Gefühl können die Kids wenig anfangen. Für sie ist jeder Tag ein neuer Tag, Zeit keine wirkliche und vor allem keine wirklich wichtige Variable. Sie leben einfach. Voll drauf los. Boys-like. Julius hat es kürzlich ein wenig übertrieben und den Bungy-Sprung von der Kindergarten-Veranda gewagt, ohne Seil, versteht sich. Außer ein paar Abschürfungen ist zum Glück nichts passiert. Oder alles „Budda“, wie er selbst wohl sagen würde. Denn das ist zur Zeit sein Lieblingswort. Die Pfanne ist Budda, das Plüschtier ist Budda, das Sofa ist Budda und Butter, naja, die ist auch Budda. Nur Fisch nicht, der ist Fich. Sprich: Julius ist auf dem besten Weg zu einem echten Plappermaul. Zwar gibt noch nicht alles einen Sinn, aber eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit scheint er genetisch mit auf seinen Lebensweg bekommen zu haben. Von welchem Elternteil, das sei einmal dahingestellt…