5 Dinge, die wir an NZ NICHT vermissen werden…

Du kannst am schönsten Fleck der Erde sein, und dennoch ist nicht alles perfekt. Bei Neuseeland und uns ist das nicht anders. Teil 1 des NZ-Resumees – und die Top 5 der Dinge, die wir an NZ nicht vermissen werden:

5) 100 % pure?
Es ist der Slogan von Neuseelands Tourismus: 100 % pure. Die Bilder dazu: Bergseen, weite, grüne Landschaften, Meer und Weite. Teilweise mag das stimmen, das Gesamtbild der Inseln schaut aus unserer Sicht jedoch anders aus: Neuseeland ist angelegt, Land- und Holzwirtschaft die bestimmenden Faktoren. Wo früher Wälder en masse standen, gibt es grüne Weidefläche oder Monokulturen. Zwar dank der hügeligen Landschaft auch hübsch anzusehen, aber nicht pure. Dazu: Die meisten Gebiete sind eingezäunt, Privatwege, klar festgelegte Wege und Routen. Zudem trübt das im Vergleich zu Europa gefühlt schwache Umweltbewusstsein das Bild der Reinheit: Eine Flut von Plastiksackerl beim Einkaufen (und fragende Blicke, wenn wir diese abgelehnt haben), SUVs und „alte Kisten“ bestimmen die Szenerie auf den Straßen. Zumindest das Recycling ist in Ordnung: So wird eines der Kiwi-Hauptnahrungsmittel, Fish&Chips, in altes Zeitungspapier eingewickelt…

4) Kulinarische Köstlichkeiten
OK, es war uns schon klar, dass Neuseeland international nicht gerade für seine kulinarischen Spezialitäten bekannt ist. Aber was wirklich übrig bleibt: Während Salz und Gewürze in den meisten Gerichten fehlen, gibt es eines im Überfluss: Toast. Kiwi-Spezialität am Fingerfood-Buffet: Grüner Spargel in Toast. Spezialität beim Kinder-BBQ: Grillwürstl in Toast. Spezialität für Kinder zu Mittag im Kindergarten: Spagetti in Toast. Und fehlt einmal Dämmmaterial beim Hausbau – ich denke, auch hier findet sich bestimmt ein weiteres Einsatzgebiet für den laschen Brotersatz…

3) Autoabhängigkeit
Ein Bein für einen Radweg, nein, mir würde schon ein anständiger Gehweg reichen. In Neuseeland ist alles auf das Auto ausgelegt. 1 Meter raus aus der Stadt und Du bist verloren als unmotorisierter Zweiradler. Eine Rad-Tour mit Kaspar ist vom Adrenalin wohl knapp unter meinem Bungy-Sprung angesiedelt. Abstand halten zum Radler? Wozu? Runter von Gas? Warum? Das Auto regiert. Hat es mal ein paar Macken und muss serviciert werden, gibt es ein echtes Problem. Naja, für uns war es das zumindest. Die meisten Kiwis haben ja eh zwei Autos…Was aber verwundert: Wenn schon alles so Auto-fixiert sein muss, warum sind die Straßen denn dann soooo schlecht? Aber auch hier gibt es einen Vorteil: Durch das ständige Ruckeln und Hüpfen aufgrund der Unebenheiten und Schlaglöcher sind die Kids auf unseren Touren meist recht schnell eingeschlafen…

2) Lebenshaltungskosten
Auf die Frage, warum die Bierpreise in Neuseeland so hoch sein, soll ein Wirtschaftskapitän einmal gesagt haben: „Weil die Leute bereit sind, so viel zu zahlen!“ Fair enough – und nur ein Beispiel. Aber die Lebenshaltungskosten sind, insbesondere im Vergleich zum (möglichen) Verdienst, immens, abgeschiedene Insellage hin oder her. NZ kämpft derzeit gegen eine Emigration von Kiwis in Richtung Australien, wo für den gleichen Job oftmals das 3- bis 5-fache gezahlt wird, branchenabhängig. Würde mich auf jeden Fall nicht wundern, wenn das „System“ hier irgendwann einmal zusammenbricht. Uns hat Neuseeland jedenfalls ein großes Loch in die Kassen gebrannt. Aber das ist erstens etwas anderes als „Halbtouristen“, die wir waren, und zweitens war es jeden Cent wert!!!

1) Das Wetter
Gut, es war der schlechteste Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Dafür kann Neuseeland nichts. Aber gemacht für Insel-Klima sind wir nicht. Zumindest nicht für das gesamte Jahr. Was uns präsentiert wurde, war nicht Fisch und nicht Fleisch. Werden das Gefühl nicht los, das ganze Jahr nur ein Wetter gehabt zu haben. Tagsüber ein Mix aus Regen, Wind und ganz nett, nachts einfach nur kalt. Jahreszeiten, Fehlanzeige, auch dadurch unterstützt, dass Neuseeland nicht „riecht“: Keine Frühlingsfrische, kein Sommerlüftchen, kein Herbstmoder. Daher wird wohl als eines der ersten Dinge zurück in Österreich etwas sein, was wir schon lange nicht mehr genossen haben: Eine richtig schöne, lange, laue Sommernacht auf der eigenen Terrasse…und möge sie noch so Jetlag-bedingt sein…

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2 Antworten to “5 Dinge, die wir an NZ NICHT vermissen werden…”

  1. freudefinder Says:

    das war ein ehrlicher Bericht – ist es nicht wunderbar, dass wir auch immer etwas Heimweh in uns tragen und genaus so, wie wir groß geworden sind, das ist, was uns fehlt. Dem einen die Berge dem anderen das flache Land etc.

    • Stefan Says:

      Absolut, man schielt immer auf das, was man grade nicht hat. Aber unter uns: Das war natürlich noch nicht das gesamte Fazit unseres „Abenteuers“. Die 5 Dinge, die wir an Neuseeland vermissen werden, stehen schon fast schon parat…stay tuned…

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