5 Dinge, die wir an NZ vermissen werden…

Was für ein Abenteuer war dieses knappe Jahr Neuseeland. Tolle und spannende Momente, schöne Erlebnisse, gute Freunde. Nach den Flop 5 unsere Top 5 der Dinge, die wir auf jeden Fall vermissen werden, wenn wir wieder zurück in heimischen Landen sind:

5) Nähe zu Australien
Eigentlich ist das ein ziemlich dämlicher Punkt, ein Positiv-Ranking für Neuseeland damit anzufangen. Aber sorry, Neuseeland, ich kann nicht herum, dass mir das Känguru-Land einfach mehr zusagt. Alleine schon aufgrund des Punktes 1 der Flop-Liste. Ich habe schon seit meiner Jugend ein ungeheimes Nahe- und Liebesverhältnis zu diesem Land entwickelt, da hat es jedes Land schwer. Vergleiche und so, weißt eh. Der „Familienausflug“ ins „Rote Zentrum“ war auf jeden Fall eines der Highlights des vergangenen Jahres. Es sind zwar immer noch Tausende von Kilometern über den „Ditch“, aber selbst das ist immer noch deutlich näher als von Europa.

4) Stan
Ich weiß, es ist und war nur ein Auto. Ein altes, eines mit einigen Macken, eines, das uns einige Zeit, mehr Nerven und noch mehr Geld gekostet hat. Aber dennoch: Stan hatte Charakter, Stan war einfach ein cooles Teil Metall. Aber vor allem: Stan war ein großer Teil unseres Abenteuers. Wäre es so schön und spannend geworden, die Insel ohne ihn zu erkunden? Ohne die familiären Anfeuerungssrufe, wenn es voll bepackt den Berg hinauf ging? Ohne die Nächte, die wir in ihm auf unzähligen Campingplätzen der Inseln verbracht haben? Ohne die Blicke und Fragen anderer Touristen, wie sich das mit dem Übernachten denn im Stan ausgeht? Ohne die AC/DC-Luftgitarren-Soli mit Kaspar? Nein, niemals…

3) Kinder-Wonderland
Ich bin jünger geworden in diesem Jahr Neuseeland. Nein, nicht körperlich. Dafür war das Essen dann doch zu einseitig. Aber geistig. Denn Neuseeland ist ein Traum für Kids und große Spielkinder. Es beginnt beim lockeren, freundlichen Umgang ohne spürbare, geistige Schubladen und hört bei den realen Angeboten auf. Platz ist da, Kinder raus in die Natur, Spielen. Ein Ball, ein Wort. Und für die Großen gibt es Fishing, Hunting, Biking, Bungy und und und. Platz ist ja auch genug da – und er wird auch genutzt. Der Grundstein für so viel Kind sein, der wird schon in jüngsten Jahren gelegt: Kaspar und Julius waren in einem Kindergarten, wo Kinder noch zu 100 Prozent Kinder sind. Ohne Kriege um die richtigen Erziehungsmethoden, ohne den gefühlten Zwang nach „Zusatzangeboten“, bei denen man dabei sein „muss“ und ohne die das eigene Kind in seiner Entwicklung gehemmt wäre, ohne den „Mein Shirt ist viel schöner als Deines“-Aspekt. Oder wie Calvin Klein es sagt: Just be…

2) Grandiose Ecken Natur
Auch wenn das eine große Wow-Erlebnis, das eine besondere, Dich emotional überflutende Reise-Prickeln nicht darunter war: Neuseeland hat grandios schöne Ecken Natur. Je mehr man aus den Städten raus kommt, je einsamer es wird, desto besser. Haben die Insel Länge mal Breite durchreist und viele schöne Erinnerungen gesammelt. Zu den Reisehighlights gehörten für mich Southland und die Catlins, die East Coast und Taranaki. Am besten einfach fahren. Müsste ich  Neuseeland in einem Satz beschreiben, würde ich sagen, dass Gott sich mit Neuseeland seine persönliche Motocross-Strecke gebaut hat – und damit es nicht gleich alle merken, hat er alle „Waschbretter“, Steilauffahrten und „Tables“ mit einem Golf-Rasen überzogen. Auf jeden Fall ein richtiges Land zum Sich-Verlieren.

1) Die Leichtigkeit des Freunde-Seins
Ein Land zu bereisen ist das Eine, darin zu leben das Andere. Und Neuseeland wäre nicht das für uns, was es ohne die Menschen geworden wäre, die hier zu Hause sind und die wir hier unsere Freunde nennen. Kiwis, so unsere Erfahrungen, sind wahnsinnig offene, freundliche Menschen, denen immens wichtig ist, dass es allen gut geht, dass sich alle, aber wirklich alle wohlfühlen auf ihrer Insel. Ein solch großes Zusammengehörigkeitsgefühl habe ich noch nirgends erlebt – und das nicht erst oder nur wegen der Christchurch-Erdbeben-Katastrophe. Als wir am Parkplatz mit Achsbruch gestrandet waren, hat ungelogen jedes zweite Auto mit für uns wildfremden Personen angehalten und uns angeboten, uns nach Hause zu fahren, durch die ganze Stadt wohlgemerkt. Nur ein Beispiel, aber für uns eines mit Symbolcharakter. Und wenn schon die fremden Kiwis so sind, könnt Ihr Euch sicher vorstellen, wie es dann erst mit unseren „wirklichen“ Freunden hier war. Ich kann nur Danke sagen allen, die uns hier mit offenen Armen empfangen und uns die Zeit versüßt haben. Thanks!!! You made our year…

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