Posts Tagged ‘Fragen’

Wenn der Magen will…

2. Mai 2012

Was haben wir nicht alles gehört und gelesen. Wie wichtig es ist, dass sich Kinder gesund ernähren. Was alles passiert, wenn die Vitamine fehlen. Das mag ja alles stimmen. Und es ist ja auch nicht so, als würden wir das als verantwortungsbewusste Eltern nun nicht wissen. Aber was will man machen, wenn das angebotene Gemüse auf dem Teller verbleibt, anstatt in den kindlichen Mund zu wandern? Und selbst das „Verstecken“ in Aufläufen, Suppen und Co. nicht funktioniert und um die Stückchen herum gegessen wird?

Kaspar jedenfalls hat in Sachen Gemüse und Salat seine eigene Theorie entwickelt. Er würde das Gemüse ja wirklich gerne verspeisen, aber sein Magen ist einfach noch nicht bereit. Und der, so unser Kleiner, wird es ihm bestimmt sagen, wenn er bereit für das gesunde Zeug ist. Hm, von Grummeln hab ich ja schon gehört, aber davon? Bis jetzt jedenfalls haben wir noch kaum positive Rückmeldung von den zentralen Regionen unseres „Großen“ erhalten. Macht auch nichts: Kaspar scheint auch mit wenig Gemüse Stärke zu erlangen. Jedenfalls ist er ein echter Stromer. Platz für ein bisschen grüne Hoffnung ist dennoch gegeben: Kaspar schleicht sich langsam an Gemüse an, langsam. Und wir? Wir bemühen weiterhin unsere Kreativität in der Küche…zumindest so lange, bis Kaspar dies hier lesen kann. Oder bis der Magen will…

Kein Grund sich zu verstecken: Kaspar, auch mit wenig Gemüse ein echter Stromer…

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Kinder verstehen – ein Lesetipp

14. September 2011

Kinder zu verstehen gleicht manchmal einer bevorstehenden 8000er-Besteigung: Schwer, aber machbar. Einen Versuch, dies pädagogisch in Worte zu fassen, macht das kostenlose E-Book „Was Kinder wirklich wollen“. Vincent Schmalbach von readup.de hat mich letzte Woche darauf aufmerksam gemacht. Und wer so nett fragt, der hat auch einen Post verdient…Der Ratgeber wurde nach seiner Aussage von einer erfahrenen Pädagogin verfasst und richtet sich v. a. an Eltern mit jüngeren Kindern. Nach den ersten Eindrücken (ich habe kurz reingelesen) erscheint es mir ganz sinnvoll, die Tipps an seiner eigenen Person und im Umgang mit seinen Kinder widerzuspiegeln und sich und die Erziehung zu hinterfragen. LeserInnen sollten sich aber am besten selbst ein eigenes Urteil erlauben.

Hier der Infotext zum Ratgeber:

Seinem Kind stets die optimale Kindererziehung angedeihen zu lassen, ist oft nicht so leicht. (…) Im Wesentlichen benötigen Kinder, neben einer Abdeckung der Grundbedürfnisse auch Liebe, Anerkennung und Lob. Regelmäßiges aktives Zuhören gepaart viel gemeinsamer Zeit sollten auch ein Bestandteil der Erziehung sein. Doch wie regiert man, wenn das eigene Kind einen auf die Palme bringt? (…) Alles in allem kann gesagt werden, dass das Vorangehen mit gutem Beispiel durch die Eltern, für die richtigen Verhaltensweisen des Kindes der Schlüssel zum Erfolg ist. Weitere Infos im Ratgeber unter http://www.readup.de/on/kinder.

3D?

7. März 2011

Die Frage ist eigentlich ganz einfach: Was sieht Julius? Denn räumliches Sehen scheint echt eine Kunst zu sein. Zumindest wenn man ein Baby ist. Starrte Julius vor noch ein paar Wochen gerade in die Gegend hinein (und durch Kaspar hindurch), nimmt seine Wahrnehmung nun deutlich klarere Formen an.

Langsam trifft er mit der Hand den Mund. Das Greifen nach in der Nähe befindlichen Dingen geht los, das Wechseln zwischen einem Fokus auf den nächsten wird schneller. Ich denke, es muss faszinierend sein, von einem verschwommenen Irgendwas zu klaren Umrissen und zuletzt zu echtem 3D zu kommen. 3D-Brillen sind ja gerade der letzte Schrei der Technik-Welt. Ich hätte es gerne einmal umgekehrt, eine Brille, die mir zeigt, was Julius sieht, wie er Dinge wahrnimmt.

Daran schließt sich die Frage an: Warum lacht er, wenn er lacht (und wir ihn nicht kitzeln)? Was sieht er dabei und was denkt er sich? Beispielsweise scheint er besonders begierig auf Haare zu sein. Ich hab jetzt nicht die Hippie-Mähne, warum kuckt er dennoch so drauf? Mit was verbindet er es? Vermutungen könnte ich an dieser Stelle nun viele Anstellen. Ob diese richtig sind, weiß nur Julius.

Apropos Starren: Der Spruch der Woche kam von Franzisca: „Julius, starr mir bitte nicht so auf die Busen. Ich mag es nicht, wenn ich derart reduziert werde!“ Ist das die Antwort?

Wie viel ohne?

15. Februar 2011

Vater sein ist eine emotionale Sache. Rationelle Gründe für Kinder? Da wird es eng. Und es ist ja nicht so, wie die Sparkassen-Werbung so herzerfrischend suggeriert. Aber es geht einem das Herz über, wenn man in die lachenden Augen von zwei solchen Knirpsen wie den meinen (und an dieser Stelle sei mir das „meinen“ hier gegönnt…:-)) blickt. Was auch immer quält, stresst oder einmal nach unten zieht – kurz „Katze“ oder „Feuerwehr“ gespielt und das Drama ist dahin.

Doch es gibt Momente, die braucht man für sich – privat oder beruflich. Gerade gestern haben wir die Planungen für die nächsten Wochen, den diesjährigen Urlaub und so manches Wochenende allein in Angriff genommen. Mit dabei: Tage nur für mich. Wie viel ohne die Kinder ist drin? Wie lange halte ich es ohne die beiden Schlingel aus? Und wie lange hält es Franzisca aus? Die Antwort dazu habe ich nicht gefunden. Es geht wohl über das Probieren. Mein 2,5wöchiger Australien-Trip im vergangenen Jahr war schön. Aber Kaspar habe ich dadurch lange nicht gesehen, zu lange.

Dies wird es – so die Planung – in diesem Jahr nicht geben. Das Motto: We are family (auch wenn ich keine sisters with me habe sondern meine Söhne…aber auch wir „get up and sing“). Eine Woche ohne ist im Moment das Maximum. Ein Luxus, wenn ich an Berufsgruppen wie Kraftfahrer oder Außendienstler denke. Und auch klar, meine beiden Jungs sind auch noch jung. Das macht sicher einen Unterschied. Aber wie ist es bei Euch? Wie lange haut es bei Euch ohne Kids hin, ohne dass das Herz explodiert? Wie macht ihr das? Bin schon gespannt auf Eure Tipps…

Das Hirn-Sieb der Kindererziehung

10. Dezember 2010

Mit Zahlen ist das so eine Sache. Geburtsdaten, Schuhgrößen, Jahrestage – hier tu ich mich zugegebenermaßen manchmal doch schwerer, als es mir lieb ist. Zum Glück gibt es hierfür Kalender, eingestanzte Nummern auf Sohlen und geknotete Taschentücher. In der Kindererziehung allerdings gibt es diese Hilfestellung für das eigene Erinnerungsvermögen nicht wirklich. Da heißt es aufs Neue Experimentieren und Ausprobieren.

Mir jedenfalls geht es so gerade mit Julius. Gut, dass ihm auf Kaspar in Sachen Geburt ein halbes Kilo fehlte und ich damit diese Größe bzw. Winzigkeit vorher noch nicht erlebt habe, das ist die eine Sache. Die andere Sache ist, dass mir auch der Rest ziemlich neu vorkommt. Die Erinnerungen an damals sind scheinbar ziemlich verflogen. Wickeln, ok, aber wie oft war Kaspar früher in der Nacht wach? Wie müde war ich in dieser Zeit? Wie oft bin ich damals raus, um mich um ihn zu kümmern? Hab ich Kaspar nach einer Eingewöhnungszeit überhaupt nachts noch wahrgenommen? Wie laut hat Kaspar geschrien? Wie war es, wenn er mal krank war? Wie oft hat Kaspar als Baby „gelacht“?

Dies alles sind Fragen, die mir jetzt mit Julius wieder begegnen. Und die ich so gut wie gar nicht beantworten kann. Jedes Kind ist natürlich anders. Aber hin und wieder ein Vergleich, wenn er schon so direkt vor einem liegt (und schreit und lacht usw.), das wär schon was.

Gerade einmal ein paar Erinnerungsfetzen sind geblieben. Schade irgendwie, aber auch schön. Denn im Umkehrschluss heißt das: Auch die negativen Dinge, die doch oftmals so viel besser im Hirn haften bleiben, kamen kaum vor – und wenn ja waren sie nicht so schlimm, dass sich das bei mir in die Erinnerung eingebrannt hätte.  Zudem kann ich die väterlichen Abenteuer in der Kindererziehung noch einmal von Neuem erleben. Also, liebes Hirn-Sieb, ich werde Dich noch einmal mit Kindererziehungssand „füttern“. Aber jetzt stell ich Schüsseln drunter – und dieses Blog ist eine davon.

Gefangen zwischen groß und klein

1. November 2010
Schelm

Kaspar - zwischen großem Schelm...

Schelm klein

...und kleinem Mann in großer Welt.

Er ist schon ein kleiner Schelm, mein Sohn Kaspar. Den Schalk im Nacken geht er vorwärts, Tag für Tag, erlebt neue Dinge, lernt und wächst. Sein will er schon ein richtig Großer, doch aus seiner Rolle als Kleiner kommt er dann doch nicht so schnell raus, wie er es gerne hätte. Groß ist die Welt, und vieles Neues – das kann schon einmal über den Kopf hinauswachsen. Die Reaktion: Ein Wutanfall gegen sich selbst, gegen das Establishment (die Eltern), gegen alles. Meist verzieht sich der Rauch wieder schnell, schnell ziehen sich dann die Mundwinkel wieder nach oben, schnell regiert der Schelm wieder. Und weiter geht’s im Auf und Ab der Gefühle.

Hinzu kommt die Erfahrung mit dem „Bruder“ im Bauch. Er kriegt es natürlich mit, dass er bald der „Große“ sein wird. Wahrlich gut vorzustellen, wie schwer das sein muss, dies alles zu lernen, zu begreifen, zu verarbeiten. Gefangen zwischen groß und klein. Da wundert es nicht, dass Kaspar’s Auftritte als „Kleiner“ vielfältiger werden. Dann schlüpft er vom „leicht neunmalklugen Kindprofessor“ in die Babyrolle, will geschaukelt werden, ist plötzlich wieder ganz klein.

Auch für uns als Eltern keine leichte Situation. Sollen wir ihn unterstützen, wieder ganz klein sein zu dürfen, sollen wir seine „Großer-Bruder-Rolle“ durchexerzieren? Oder lassen wir es laufen? Und wenn, wie bleiben wir stringent in unserer Erziehung? Und wie wird sich Kaspar verhalten, wenn der Bruder wirklich da ist? Bald werden wir es wissen…Bis dahin: Was denkt ihr? Wie würdet ihr handeln?

Die Wikinger-Locke

25. Januar 2009

Ich weiß, Kaspar ist kein Wikinger, aber ich wußte doch, dass mir die Locke irgendwoher bekannt vorkam, oder nicht? Und musikalisch ist der Kleine sowieso…

tv-nostalgie.de)

Kaspar als Ulme mit Bart und Helm... (Foto: tv-nostalgie.de)

Kaspar ohne Helm und Bart...

...und Original ohne.

Was ich tun wollte…

23. Januar 2009

Die Vorsätze waren großartig für die Karenz, was wollte ich nicht alles machen: Einen Blog betreiben (geschafft!!), viele Freunde und Kollegen abseits des Business treffen, richtig altmodisch Fotos in Alben kleben, ein Buch schreiben undundund. Richtig viel habe ich nicht realisiert, auf der privaten To-do-Liste sind noch einige Punkte, die ich wohl weiter mit mir rumschleppen werden.

Die Zeit, die neben der Kindererziehung bleibt, habe ich völlig falsch eingeschätzt. Ich musste mir wahrlich meine eigenen „Termine“ bzw. Zeiten freischaufeln, teils mit Unterstützung durch Franzisca, teils durch Kaspar selbst, wenn er beispielsweise doch einen längeren Schlaf eingelegt hat als erwartet. Aber ich hab ja noch eine Woche… 🙂

To blog or not to blog…

21. Januar 2009

…that’s the question! Gerade jetzt, wenn ich die Wickelkommode bald wieder mit dem Schreibtisch tausche, bereitet mir dieser leicht angepasste Hamletsche Satz Kopfzerbrechen. Soll ich noch weitermachen mit dem Blog?

Dabei ist es nicht allein die Zeit, die mir für die Einträge vermutlich fehlen wird. Vielmehr ist es eine grundlegende Frage, die mich schon seit Beginn meines Blogs begleitet: „Vereinsamen“ wir durch das Blog? Ich habe das jetzt ein wenig überspitzt, aber auffällig ist es doch, wie langsam und stetig die direkten Kontakte zu unseren Freunden, Bekannten und sonstigen Leuten abgenommen haben. Weniger Anrufe, weniger Emails – so die Folge. Oder zumindest kommt es mir so vor. Das allgemeine Credo: „Wir wissen über Euch ja eh schon vieles/alles, steht ja im Blog!“.

Dennoch: Ich mache noch ein wenig weiter. Denn das Blog schreibe ich zum einen für die Väter, die sich Gedanken über eine Vaterkarenz machen, sich aber nicht vorstellen können, wie die Zeit zu Hause sein kann, zum anderen aber vor allem für Einen: für Kaspar. Vielleicht wird ihm so manches Wort in ein paar Jahren blöd vorkommen oder peinlich sein (keine Angst, Kaspar, die lustigsten Bilder hätten wir Deinen Freundinnen später eh gezeigt… 🙂 ). Ich denke aber, dass er gleichzeitig auch die Aufzeichnungen seines Lebens, seiner „Abenteuer“ und unserer Gedanken als Eltern schätzen wird.

Gute Vorsätze…

7. Januar 2009

…für das neue Jahr sind schnell aufgestellt – und vermutlich genauso schnell wieder gebrochen. Ich habe jedenfalls diese Erfahrung schon das eine oder andere Jahr gemacht. Daher nur Kleinigkeiten für 2009: ein wenig mehr Sport treiben und im Job wieder durchstarten, ohne meine kleine Familie zu vernachlässigen. Das Motto: Fit und gestählert in neue Herausforderungen und Erfahrungen.

Während ersteres wohl aufgrund der niedrigen Latte der vergangenen Jahre wirklich unter „Kleinigkeit“ fallen dürfte (bin auch schon fleißig dabei, dem Weihnachtsspeck den Kampf anzusagen… 🙂 ), wird zweiteres wohl etwas diffiziler. Jedenfalls werden unsere gemeinsamen Planungen und Termin-Koordinationen für meinen Wiedereinstieg in den Beruf und die darauf folgenden Monate immer konkreter. Die Anspannung, aber mittlerweile auch schon eine gewisse Vorfreude steigt mit jedem Tag auf der „Karenzzielgeraden“. Ich bin wirklich gespannt, was das Jahr 2009 bringt – und wie ich mich mit meinen guten Vorsätzen so schlage.