Posts Tagged ‘Julius’

Julius ganz kiwi

9. Mai 2012

Es wird wieder Winter, hier in Neuseeland. Die Tage werden kürzer, die Hosen und Röcke länger. Langsam. Denn Kiwis lieben ihre Shorts. Und Flip-Flops. Manche ziehen diese nicht mal bei Schnee aus. Kein Schmäh. Ist wirklich so. Und ganz ehrlich, unter uns sozusagen: Es hat schon was bequemes, sich nicht in Jeans zu quetschen oder sich einzumümmeln in mehrere Lagen. Aber irgendwann ist es einfach doch zu kalt.

Julius ist das egal. Er macht ganz auf Kiwi. Schuhe und Socken sind ihm ein Graus. Kaum zu Hause aus dem Kindergarten wird gezupft und gezerrt. Runter mit dem störenden Zeug, Freiheit den Zehen. Stapft sich gleich viel lockerer damit. Was für ein Glück, dass wir im Sommer nach Klagenfurt zurückkehren.

Am Liebsten unten ohne…

 

 

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Hang nach Osten

19. April 2012

Die fabulösen Weder-Boys: Beliebtes Foto-Motiv für Asiaten


Ich weiß nicht, was es ist. Vielleicht der Charme? Die offenen Arme? Das gebrochene Englisch? Auf jeden Fall haben Kaspar und Julius einen starken Hang nach Osten. Zumindest, wenn es um die Auswahl der Lieblings-Betreuerinnen im Kindergarten geht. Unabhängig voneinander. Jedoch mit dem gleichen Ergebnis: Ohne freundliche Asiatinnen geht es nicht. Was für Julius Sarah und Kathy, ist für Kaspar Yoshie. Sie waren und sind die Haupt-Bezugspersonen der beiden Jungs.

Verwundern tut dies eigentlich aber auch nicht. Der Asien-Anteil in Neuseeland ist von je her sehr hoch. so auch im „Kindy“ der Jungs. Insbesondere bei Japanern ist die Insel beliebt, liegt sie doch praktisch fast in der gleichen Zeitzone und bietet neben schönen Landschaften auch eine gewisse Sicherheit, die insbesondere die Eltern von Studierenden aus dem Land der aufgehenden Sonne geschätzt wird.

Auf jeden Fall wird diese Verbundenheit unserer Kinder auch von den Asiaten geschätzt. Das zeigen nicht zuletzt die zahlreichen Fotos, die von den Kids auf unseren Touren von asiatischen Touristen geschossen wurden. Insbesondere Julius‘ rote Haare waren der Hingucker. Hätten wir für jedes Bild von ihm einen Dollar genommen, wäre damit schon das ein oder andere Rugby-Ticket drin gewesen. Oder zumindest eine schöne Portion Sushi.

Alles Budda

12. April 2012

Es ist ja kaum zu glauben: Heute in zwei Monaten hebt unser Flieger ab gen Good Ol‘ Europe. Und es ist tatsächlich schon ein wenig wie die Zielgerade. Nach einem tollen Trip nach Australien und auf die Südinseln sowie wunderbaren Gastbesuchen aus Deutschland und Australien gilt es nun tatsächlich langsam, sich Gedanken über die Koffer zu machen, die noch zu packen sind. Endzeitstimmung? Ein wenig, denn irgendwie schleicht sich das Gefühl ein, das wir alles, was wir machen wollten, auch gemacht haben. Ganz nach dem Motto „Been there, done that!“

Mit diesem Gefühl können die Kids wenig anfangen. Für sie ist jeder Tag ein neuer Tag, Zeit keine wirkliche und vor allem keine wirklich wichtige Variable. Sie leben einfach. Voll drauf los. Boys-like. Julius hat es kürzlich ein wenig übertrieben und den Bungy-Sprung von der Kindergarten-Veranda gewagt, ohne Seil, versteht sich. Außer ein paar Abschürfungen ist zum Glück nichts passiert. Oder alles „Budda“, wie er selbst wohl sagen würde. Denn das ist zur Zeit sein Lieblingswort. Die Pfanne ist Budda, das Plüschtier ist Budda, das Sofa ist Budda und Butter, naja, die ist auch Budda. Nur Fisch nicht, der ist Fich. Sprich: Julius ist auf dem besten Weg zu einem echten Plappermaul. Zwar gibt noch nicht alles einen Sinn, aber eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit scheint er genetisch mit auf seinen Lebensweg bekommen zu haben. Von welchem Elternteil, das sei einmal dahingestellt…

Löffellauf

19. März 2012

Messer, Schere, Gabel, Licht – das alles ist nichts für Julius. Eines jedoch fehlt in der Aufzählung: der Löffel. Und wenn das Angebot schon so verlockend ist, dann nimmt es unser Kleinster gerne an. Her mit dem Löffel, oder am besten gleich zwei oder drei. Als hätten wir nicht genug Kuscheltiere und Spielzeug. Nein, Julius liebt seine Löffel. Mehr braucht es gar nicht, und er ist glücklich.

Ist es das Klappern des Metalls, wenn man die Löffel aufeinander schlägt? Ist es das verzerrte Spiegelbild? Oder die Form, die so perfekt in den kleinen Mund passt? Ich weiß es nicht. Ein wenig wird es wohl von allem sein – und auch ein wenig der Drill, in den Julius gedrängt wird, seit er im Kindergarten von der Nursery zu den  Teenies „aufgestiegen“ ist. Hier herrschen nämlich andere Sitten: Schlaf am Vormittag gibt es nicht mehr und gegessen, das wird auch selbständig. Prinzip: da Essen, hier Löffel, los geht’s. Und solange die Liebe anhält und er auch zu Hause sein unnachahmliches Grinsen aufsetzt, wenn er das silberne Metall in Händen hält, solange soll er seinen Löffellauf auch gerne fortsetzen.

Cheeeeese

14. März 2012

Sollte die Grinsekatze in „Alice in Wonderland“ noch einmal als Rolle vergeben werden, Kaspar könnte sich zur Zeit bei Casting wohl gute Chancen ausrechnen. Denn er hat es für sich entwickelt, sein eigenes, persönliches Fotogesicht. Taucht eine Kamera auf, gehen sie nach oben, die Mundwinkel. Bis zu den Ohren. Und nichts kann diese angespannten Muskel lockern. Keine Witzchen, keine Entspannungsübungen, keine Ablenkungsversuche. Na gut, dann bleibt halt doch nur eines: Klick.

Und wenn einer grinst, ist der zweite nicht weit: Als braver Bruder ist es natürlich Julius‘ Pflicht, seinen coolen großen Bruder zu imitieren. Nun fängt auch er an, eine Schnute zu ziehen, den Kopf nach vorne zu schieben und die Augen zuzukneifen. Und wir als brave Eltern? Grinsen und machen, was sich gebührt: Klick.

Cheeese 1... Cheeese 2

Wackelmutig

28. Januar 2012

Da lang...

Es ist schon ein Geeier: Erst kann man es gar nicht erwarten, dass der eigene Nachwuchs auf eigenen Füßen steht und mal ordentlich in der Welt herumstapft, und dann geht es so schnell, dass man kaum hinterher kommt. Mir passiert mit meinem Julius. Wieder mal. Wie bei Kaspar. Und dabei hab ich mir doch geschworen, nicht die gleichen Fehler wieder zu machen. Eltern, wohl doch durchwegs ambitionierte Erziehungsmaschinen. Aber was soll’s!

Auf jeden Fall ist Julius unstoppbar. Im Kinderwagen sitzen, keine Chance. Und wenn dann nur, wenn die Augen schon mehr als auf Halbmast stehen. Klar, würde ich wahrscheinlich auch so machen: Wenn schon laufen, dann immer, überall, überall hin. Wurst, ob etwas im Weg liegt. Geht man halt drüber, wackelt, plumpst, fällt, steht auf und geht wieder weiter. Oder klettern: Wen kümmert es, dass Leitern am Kinderspielplatz hoch sind, dass es auf der anderen Seite von Betten wieder nach unten geht und es sich daher nicht empfiehlt, im Kopfsprung den Weg nach unten anzutreten? Julius kümmert es jedenfalls nicht, die Eltern dafür umso mehr. Da heißt es schnell sein.

Aber sollten wir uns wundern? Nein, schließlich eifert Julius in jeglicher Weise seinem Vorbild, seinem großen Bruder nach. Dass dieser schon drei Jahre mehr Erfahrung, längere Beine und so etwas wie ein halbwegs funktionierendes Gleichgewichtsgefühl hat, will ihm in seinem Alter natürlich noch nicht in den Sinn. Aber Scooter fahren wollen. Aber in der gleichen Geschwindigkeit um die Ecken flitzen. Aber mit Karacho sich einfach auf irgendetwas und irgendwen zu schmeißen, das geht auch schon mit kleinen Baby-Stumpen.

Für die Wackel-Dackel-Orgien, die Julius dank seiner neuen Mobilität Tag für Tag hinlegt, hält sich die Verletzungsstatistik wundersamer Weise im Rahmen. Bis auf dicke blaue Flecken und ein paar Kratzer steht noch nicht viel auf der Haben-Seite. Kann auch so bleiben, wenn es nach mir ginge. Also, hin und wieder halb lang machen, und doch immer schön üben. Oder nicht? Und da ist es wieder, das Geeier. Vergiss es, mach es wie Forrest: Lauf, Julius, lauf…

 

Kilometer, Kids und Kängurus: Die Weders in Australien

19. Dezember 2011

Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es auch wieder heraus. Das spricht wohl für Franzisca und mich und die Wahl unserer Worte als „elterliche Rufer“, in gleicher Form aber auch für den Wald, in unserem Fall unsere beiden Kinder Kaspar und Julius. Das bisschen  Stolz und Eigenlob erlaube ich mir an dieser Stelle einfach. Denn was wir mit den Kleinen „angestellt“ haben, dazu muss man schon aus besonderem Holz geschnitzt sein – nicht nur des Wald-Bildes wegen. Mehr als 4000 km in 11 Tagen haben wir in Australien’s Outback heruntergerissen. Dass es trotzdem oder gerade deswegen ein solch großartiges Familien-Erlebnis war, haben wir vor allem unseren beiden Kindern zu verdanken.  Sie waren geduldig, ausdauernd, liebevoll, trotz Hitze, trotz Gefangennahme im Kindersitz auf so manchem Outback-Kilometer, trotz ungewohnter Umgebung, trotz ungewohntem Rhythmus, mit einem Wort Top – aber mehr dazu unten!

Unsere Tour startete in Adelaide, wo wir auf dem Stuart Highway über Port Augusta und Coober Pedy bis nach Alice Springs „gedüst“ sind. Zurück über den Uluru und die Olgas sowie mit einem abschließenden Abstecher zu den Flinders Ranges und ins Clare Valley Weingebiet. Die Belohnung: Ein Woche Farm bei den Lockwoods, meiner Familie Nummer 2. Da Bilder bekanntlich mehr als Worte sprechen, lass ich diese ran: https://picasaweb.google.com/110240950975546356364/Australien2011.

Was aber waren die Erfolgsrezepte? Unsere essentiellen Top 3, die einen Australien-Outback-Trip mit Kids zu einem großen Spaß werden lassen.

Top 3: Das richtige Equipment!
Wer mich kennt, weiß: Ich stehe auf gute Infrastruktur – beim Arbeiten wie im Privaten. So war das auch in Australien als Grundlage für den Familien-Spaß. Unerlässlich hier: ein Campervan mit Kühlschrank, Campingstühle, iPhone und Autoradio mit USB-Anschluss, Wasser und Sonnencreme, Lego, Bücher und anderes Kinderspielzeug. Alles andere war nice to have, aber im Grunde Luxus.

Gerade für „weite“ Länder ist der Campervan einfach die beste Art, um mit Kindern zu reisen, auch wenn es preislich wohl insgesamt etwas mehr zu Buche schlägt als mit Auto und H/Motels. Das aber ist es wert. Es ist einfach alles da, was man braucht: Platz, Essen, Schlafmöglichkeit, Unterhaltung. Gerade letzteres ist wichtig für die Kids. Das iPhone sorgt für die Musik, da die Musikauswahl im Outback doch sehr eingeschränkt bis überhaupt nicht vorhanden ist. Gut, sich dann hundert mal die gleichen Kinderlieder anzuhören, gehört dann auch dazu. Bücher und Malutensilien sind für eine kurzweilige Ablenkung während und auch nach der Fahrt hervorragend geeignet. Und die Campingstühle? Die sind dann vor allem für die Erwachsenen ein Muss, um in bequemer Art und Weise unter dem weiten Sternenhimmel noch das eine oder andere kühle Getränk nach einem langen Tag genießen zu können.

Top 2: Ausreichend Zeit und wenig Plan!
Wir hatten keinen Plan. Nein, stimmt nicht ganz. Wir wussten, dass wir in 11 Tagen nach Alice Springs und zurück wollten, Outback erleben. Der Uluru war ebenfalls ein „Must“, alle anderen Plätze und Ausflugsziele aber fielen unter die Kategorie „vielleicht, wäre schön, muss aber nicht“. Die Rechnung war also großzügig angelegt, mit ausreichend Zeit für Ausflüge und andere Eventualitäten. Denn eines schien uns klar: Reisen mit Kids dauert im Ganzen einfach länger. Das fängt morgens beim Aufstehen und Zusammenräumen an und hört mit den durchgesessenen Pobacken am Abend auf. In diesem Bewusstsein sind wir locker los.

Das Lockere blieb, denn auch ohne Karte oder Detailplan: Man wird in Oz überall geholfen. In jedem kleineren Dörfchen gibt es das große „I“, wo es umfangreiches Material für alle Touristen zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten sowie zu den kommenden hundert Kilometern gibt. Mal hier halten, mal dort halten, mal da fragen. Selbst als Mann kein Einbruch des Jäger-und-Sammler-Selbstbewusstseins. Denn damit kommt man überall hin. Und die Rechnung, die ging voll auf: kein Stress wegen scheinbar fehlender Tageskilometer, kein Stress bei vermeintlichen Umwegen, kein Stress bei (unerwarteten) Pausen, kein Stress wegen Übernachtungssuche. Herrlich! Urlaub!

Top 1: Grandiose Kids!
Vorweg: Eltern mit Kindern, für die bereits der Kurztrip zum Einkaufszentrum ein Graus ist, sollten Australien schnell vergessen. Da helfen auch die besten Top 2 und 3 nichts. Wir hatten Kaspar und Julius. Und es war wunderbar, Australien nicht nur durch unsere, sondern auch durch ihre Augen zu sehen. Klar hinterlassen die vielen Kilometer Spuren, ein bisschen Meckern hier, ein wenig Gezanke dort, es wäre ein Wunder, wenn es das nicht gäbe. Peanuts aber im Vergleich zu den eindrucksvollen Erlebnissen, die wir mit ihnen teilen durften: Wanderungen durch die Olgas, am Uluru und in den Flinders, die für die kleinen Füßchen wie Marathonläufe gewesen sein müssen, viele Geschichten von und mit Aborigines und ihren Naturgottheiten, unvergleichliche Männer-Abwasch-Orgien mit hilfreichen Ratschlägen, kreative „Ich sehe was, was Du nicht siehst“-Outback-Kilometer (wie viele verschiedene Knöpfe doch so ein Toyota-Cockpit hat…:-)) und einfach vielviel intensive Zeit miteinander. Und wenn wir ehrlich sind: Das war dann doch das eigentlich Großartige! Und dafür braucht es nicht einmal einen Camper, und eigentlich noch weniger Australien…

Geburtstagsmarathon Nummer 1

11. November 2011

Es war eine Premiere: Zum ersten Mal haben wir es ausprobieren dürfen, wie es sich anfühlt, wenn die beiden Jungs Geburtstag haben. Zwei Tage hintereinander, aufgereiht wie an einer Perlenkette. Um es vorwegzunehmen: Das Ergebnis fällt schon ein wenig zwiespältig aus. Oder vorsichtig ausgedrückt: Zum Glück sind die Kinder noch klein. Denn es schlaucht schon ein wenig, von der doppelten Vorbereitung über die eigentlichen Feiern bis hin zum Aufräumen. Geburtstagsmarathon. Und auf Langstrecken war ich noch nie der Beste…

Ich möchte gar nicht dran denken, wenn Kaspar und Julius in Richtung Pubertät unterwegs sind und dann mit ihren Kumpels und/oder Freundinnen einen drauf machen wollen. Wahrscheinlich dann sowieso ohne Eltern, aber ok, Zukunftsmusik. Und gut, Julius hat jetzt auch nicht wirklich mit 1.000 Freunden gefeiert. Aber gefeiert wurde.

Um die Feste aber so schön wie möglich zu gestalten, hat sich vor allem Franzisca tierisch ins Zeug gehauen: Ein Dampfschiffskuchen für Kaspar, ein Marienkäferkuchen für Julius. Dazu zusätzliche Backkunstwerke für den Kindergarten. Flutsch, ist ein Tag Vorbereitung auch schon wieder rum. Aber ein wenig ehrlich müssen Franzisca und ich wohl doch sein: Solche Anlässe sind auch für die Erwachsenen schön, selbst kleine Parallel-Feiern unter dem Kinderdeckmantel zu veranstalten. In diesem Sinne: Alles Gute, Jungs, immer weiter so…

Da

29. Oktober 2011

Er ist ein Jäger, der Julius. Ganz wie seine Steinzeit-Vorgänger ist er auf der Pirsch nach Essbarem, dauerhaft, rund um die Uhr. Sobald Julius Essen wittert, folgt die gewohnte Reaktion: Der Arm inklusive Zeigefinger wird ausgefahren, ein schallendes „Da“, oft in zigfacher Wiederholung, klingt durch den Raum, begleitet von rhythmischem Körper-nach-Vorne-Schmeißen. Dann wird „erlegt“. Und wie damals muss auch bei uns vor allem die Frau das Essen zubereiten.

Während Kaspar eher zu den erlesenen Nahrungsliebhabern mit eingeschränktem Speisenrepertoire gehört, gibt es fast nichts, was nicht in Julius reingeht. Und auch drinbleibt. Fleisch, Beilagen, Cracker, Brot. Er isst sogar Vegemite, das üblicherweise hier in Down Under nur die „Einheimischen“ lieben. Na klar, die neuen Mause-Zähnchen müssen ja auch ordentlich ausgetestet werden. Das Ergebnis: Der Mops ist ein Mops ist ein Mops. Nur unserer kam nicht in die Küche, und er stahl dem Koch auch kein Ei. Unser lieber Mops bekommt das freiwillig.

Machen Sie bitte eine typische (Hand-)Bewegung, heute zum Thema Essen...

Zwei in einem Raum

19. Oktober 2011

Quatsch machen in der Kinderhöhle

Er hatte es sich schon so lange gewünscht. Es war Kaspar eine Herzensangelegenheit, mit seinem Bruder in einem Zimmer zu schlafen. Noch in Klagenfurt musste Julius‘ Bett für ein paar Nächte probeweise in seinem Schlafgemach geparkt werden, in Neuseeland hingegen ist es aufgrund des Platzangebots in unserer „Unit“ gar nicht anders möglich. Zwei Kids, ein Raum. Und siehe da: Es klappt richtig gut.

Wenn Kaspar schläft, schläft er wie ein Stein. Er bekommt gar nicht mit, wenn Julius sich auf seine nächtlichen Krabbelwanderungen in Richtung Elternschlafzimmer begibt. Weiterer Vorteil: Die beiden Kids interagieren immer mehr miteinander, „machen Quatsch“ wie sie es nennen. Da werden dann Schubladen gemeinsam ausgeräumt, Matratzen verzogen, Klamotten malerisch im Zimmer verteilt. Und das bei lautestem Gekicher.

Die andere Seite: Wenn Kaspar etwas spielen will, dann will er es auf seine Weise spielen. Ein dazwischen laufender Bruder, der alles anfingert und zerstört, kommt da nicht gerade gelegen. Und nachdem Julius nun schon versteht, was „Nein“ heißt (zumindest nach dem 3.-5. Mal), fängt dann dieser Knabe ein wenig zu bocken an. Aber ist ja auch eine Form von Interaktion.