Posts Tagged ‘Namen’

ABBA

5. Oktober 2011

Wer glaubt, hier als Super Trouper mit Fernando sein Waterloo zu erleben oder einen Mann nach Mitternacht zum Voulez-vous zu bekommen, der irrt. Es geht auch nicht um IKEA oder Midsommar. Es ist viel einfacher: Julius fängt langsam zum Sprechen an. Mama oder Papa wäre ja noch relativ leicht. Doch er hat auch einen Bruder, dessen Name schwierige Zisch- und Plopplaute beinhaltet, Kaspar. Und da dies mit so wenig Übung und so wenig Zähnen noch nicht so wirklich funktioniert, wird aus Kaspar einfach ABBA. Oder passt es vielleicht doch? Manchmal ist Kaspar wirklich eine kleine Dancing Queen.

ABBA

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Wort-Diabetes

30. November 2010

Ich bin zuckerkrank. An den Ohren. Ich habe Wort-Diabetes. Denn gegen ein bestimmtes, das in Anwesenheit von Babys und Kinder immer wieder fällt, reagiere ich mit Gereiztheit, Schaudern, Zittern: Süüüüüüüüüüß! Bislang habe ich dagegen kein Mittel gefunden. Und grausam: Wort-Diabetes ist so gefährlich, dass ich mich erwische, mir selbst zu schaden und das Wort ebenfalls zu verwenden. Ein Teufelskreis.

Wikipedia hat hier einen klaren Standpunkt – meinen. Von „süß“ in Form von „mei, der schaut aber so etwas von … (gibt es hierfür eine passende Übersetzung?) aus“ ist hier keine Rede:

-Süß ist eine „gustatorische Wahrnehmung“ – und ich habe noch niemanden Julius abschlecken gesehen.
-Süß ist eine „Geschmacksangabe bei Wein“ – und wenn man so will, dann war eher Kaspar die „Spätlese“ in der Familie. Aber den definitorisch vorgeschriebenen Restzuckergehalt von mehr als 45 g/l hat auch noch keiner gemessen.
-Süß ist eine Beschreibung für ein Rohöl mit einem Schwefelgehalt unter 0,5 % – und wenn es nach der Windel geht, dürfte bei Julius der Schwefelgehalt deutlich drüber liegen…

OK, zugegeben, Wiktionary spricht bei „süß“ auch von einem Synonym für „herzallerliebst, niedlich, possierlich“. Aber erstens ist Julius KEIN „possierliches“ Baby und zweitens, was ist schon Wiktionary im Vergleich zu Wikipedia. Es wird also einfach Zeit, dass die Kinder größer werden. Denn – und so habe ich gehört – mit dem Alter nimmt die Wort-Diabetes ab. Und dann ist süß hauptsächlich mit den weißen Stückchen verbunden, die sich im Kaffee so herrlich auflösen.

Namen ohne Schall und Rauch

2. November 2010

Weder #2 klingt irgendwie komisch. Also auf zur Suche nach einem geeigneten Namen für den kleinen, zukünftigen Weder. Planstabsmäßig sind wir an die Sache rangegangen. Das Namensbüchlein in der Hand forschten wir uns Seite für Seite vorwärts. Am Ende von Runde 1 standen noch rund 60 männliche Vornamen auf einem Blatt Papier. Und dann ging es ans Kürzen. Nach Runde 2 blieben noch 20 Namen über, nach Runde 3 noch 6. Persönliche Favoritenlisten und ein Prio-Ranking rundeten die Namensfindung ab – und voila, (schon) stand der Name fest. Verraten wird er aber noch nicht. Alles zu seiner Zeit…

Interessant waren auch Kaspar’s Namensvorschläge. Das Highlight: Polizei Feuerwehr Weder. Zum Glück konnten wir ihn überzeugen, dass auf dem Ultraschallbild kein Blaulicht auf dem Kopf des Bruders zu sehen ist und daher der Name leider nicht in Frage kommt. Blaulicht und Martinshorn bleiben also aus. Wir stehen doch mehr auf Namen ohne Schall und Rauch.